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Wände streichen leicht gemacht – Perfekte Ergebnisse für Ihr Zuhause

Wände streichen leicht gemacht – Perfekte Ergebnisse für Ihr Zuhause

15.01.2026

Lesezeit 6 Minuten

Zusammenfassung

Hausbesitzern eine umfassende, praxisnahe Anleitung zum Wände streichen zu bieten, die sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen hilft, professionelle Ergebnisse zu erzielen und dabei häufige Fehler zu vermeiden.

Zusammenfassung

Hausbesitzern eine umfassende, praxisnahe Anleitung zum Wände streichen zu bieten, die sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen hilft, professionelle Ergebnisse zu erzielen und dabei häufige Fehler zu vermeiden.

Stell Dir vor, Du stehst mit Farbrolle und Eimer vor Deiner Wand – motiviert und voller Tatendrang. Doch schon nach den ersten Bahnen siehst Du Streifen, ungleichmäßige Flächen und unsaubere Kanten. Was viele nicht wissen: Beim Wände streichen entscheiden die ersten 30 Minuten über Erfolg oder Frust. Die meisten Fehler passieren nicht beim eigentlichen Streichen, sondern lange vorher – bei der Vorbereitung und der Wahl der richtigen Technik.

Das Gute ist: Mit der richtigen Anleitung und ein paar Profi-Tricks kannst Du Ergebnisse erzielen, die aussehen wie vom Maler. Der Unterschied liegt nicht in jahrelanger Erfahrung, sondern im Wissen um die richtigen Handgriffe. Diese Wand streichen Anleitung zeigt Dir jeden Schritt vom leeren Raum bis zur perfekt gestrichenen Wand – ohne Streifen, ohne Stress, ohne teure Nachbesserungen.

Am Ende dieses Artikels kennst Du nicht nur die grundlegenden Techniken, sondern auch die versteckten Kniffe, die Profis anwenden. Du erfährst, wie Du mit der Drei-Zonen-Methode streifenfreie Flächen erreichst, wann genau Du das Malerkrepp entfernen musst und wie Du mit minimalem Materialeinsatz maximale Ergebnisse erzielst. Lass uns loslegen!

Vorbereitung - Der Grundstein für perfekte Ergebnisse beim Wände streichen

Die Vorbereitung macht 50% des Erfolgs aus – das ist keine Übertreibung. Professionelle Maler verbringen mehr Zeit mit der Vorbereitung als mit dem eigentlichen Streichen. Warum? Weil selbst die beste Farbe auf einem schlecht vorbereiteten Untergrund nicht haften kann und Unebenheiten später unschön durchscheinen.

Beginne damit, alle Möbel aus dem Raum zu entfernen oder sie mindestens 50 Zentimeter von der Wand wegzurücken. Decke den Boden komplett mit Malervlies ab – nicht mit Plastikfolie, die ist rutschig und schützt nicht vor Farbspritzern. Nimm Dir Zeit, Steckdosen und Lichtschalter abzumontieren oder sorgfältig abzukleben. Diese zehn Minuten Extra-Aufwand ersparen Dir später mühsames Nachputzen.

Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Die Wandvorbereitung. Untersuche die Wand genau auf Risse, Löcher oder lose Stellen. Kleinere Löcher füllst Du mit Spachtelmasse, größere Risse benötigen eventuell Risse im Mauerwerk zu beseitigen. Nach dem Trocknen (mindestens 24 Stunden) schleifst Du alle gespachtelten Stellen glatt – erst mit 120er, dann mit 180er Schleifpapier.

Die Grundierung ist der oft unterschätzte Held beim Malerarbeiten DIY. Sie sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit der Wand und spart Dir später Farbe. Besonders wichtig ist die Grundierung bei neuen Gipskartonplatten, nach dem Trockenbau oder wenn Du von dunklen auf helle Farben wechselst. Eine gute Grundierung kostet etwa 15 Euro pro Liter und deckt 8-10 Quadratmeter. Bei stark saugenden Untergründen wie bei Altbauwänden kann eine zweite Schicht nötig sein.

Profi-Tipp: Wasche die Wände vor dem Grundieren mit Zuckerwasser (1 Esslöffel auf 1 Liter Wasser) ab. Das entfernt Staub, Fett und Nikotin besser als klares Wasser und die Farbe haftet perfekt.

Die richtige Auswahl - Farbe und Werkzeuge für streifenfreie Wände

Die Qualität Deiner Wandfarbe entscheidet maßgeblich über das Endergebnis. Billige Farben mit geringer Deckkraft zwingen Dich zu drei oder vier Anstrichen, während hochwertige Farben oft schon beim zweiten Mal komplett decken. Achte auf die Nassabriebklasse: Klasse 1 ist die beste und erlaubt Dir, die Wand später feucht abzuwischen. Klasse 3 ist nur für Decken oder wenig beanspruchte Räume geeignet.

Für normale Wohnräume empfiehlt sich eine matte oder seidenmatte Wandfarbe mit mindestens 5 Quadratmeter Ergiebigkeit pro Liter. Matt kaschiert Unebenheiten, seidenglänzend ist robuster und lässt sich besser reinigen. In Küche und Bad wählst Du am besten eine Feuchtraumfarbe mit fungizider Wirkung gegen Schimmelbildung. Diese Spezialfarben findest Du übrigens auch bei Malerarbeiten mit Acryl erklärt.

Die Farbmenge berechnest Du so: Wandfläche in Quadratmetern geteilt durch Ergiebigkeit pro Liter mal Anzahl der Anstriche. Ein 20 Quadratmeter großes Zimmer mit 2,50 Meter Deckenhöhe hat etwa 50 Quadratmeter Wandfläche. Bei 8 Quadratmetern Ergiebigkeit brauchst Du also 6-7 Liter für zwei Anstriche. Kaufe lieber einen Liter mehr – nichts ist ärgerlicher als mittendrin die Farbe auftragen zu müssen und festzustellen, dass sie nicht reicht.

WerkzeugEinsatzbereichQualitätsmerkmalPreisspanne
Malerrolle (Flor 12mm)Glatte WändeFusselfreier Bezug, Polyamid8-15€
Malerrolle (Flor 18mm)Strukturierte WändeLammfell oder Microfiber12-25€
HeizkörperpinselEcken, Kanten, HeizkörperSynthetikborsten, abgewinkelt6-12€
Farbroller-BügelRollenhalterungMetall, Teleskopstange-kompatibel10-20€
AbstreifgitterFarbeimerKunststoff, passend zum Eimer3-5€
AbdeckvliesBodenschutzSaugfähig, rutschfest15-30€ (Rolle)
MalerkreppAbklebenRückstandsfrei, UV-beständig 14 Tage4-8€ (Rolle)

Beim Werkzeugkauf gilt: Investiere in eine hochwertige Malerrolle und gute Pinsel. Eine billige Rolle verliert Fasern, die in der Farbe hängenbleiben und Dein Ergebnis ruinieren. Eine Qualitätsrolle kostet 15 Euro, hält aber für mehrere Projekte. Der Roller-Bügel sollte stabil sein und sich mit einer Teleskopstange verlängern lassen – so erreichst Du hohe Wände ohne Leiter.

Profi-Tipp: Befeuchte neue Farbrollen vor dem ersten Gebrauch mit Wasser und wringe sie gut aus. Das verhindert, dass die Rolle zu viel Farbe aufsaugt und sorgt für gleichmäßigeren Auftrag.

Abkleben und Schutz - Saubere Kanten garantiert

Saubere Kanten sind das Markenzeichen professioneller Malerarbeit. Der Schlüssel liegt in der richtigen Abklebtechnik. Verwende hochwertiges Malerkrepp, das sich rückstandsfrei entfernen lässt – billiges Kreppband hinterlässt Klebereste oder reißt beim Abziehen. Für längere Projekte, die über mehrere Tage gehen, wähle UV-beständiges Krepp, das 14 Tage haften bleibt.

Klebe Sockelleisten, Türrahmen und Fensterrahmen sorgfältig ab. Drücke das Klebeband mit einem Spachtel oder Deinem Fingernagel fest an – besonders an der Kante zur Wand. Diese Versiegelung verhindert, dass Farbe unter das Klebeband läuft. Bei strukturierten Wänden oder Raufaser versiegelst Du zusätzlich die Klebekante mit wenig Grundierung oder sogar der alten Wandfarbe. Lass diese dünne Schicht trocknen, bevor Du die neue Wandfarbe aufträgst.

Steckdosen und Lichtschalter solltest Du komplett abmontieren statt nur abzukleben – das spart Zeit beim Nacharbeiten und sieht sauberer aus. Schalte vorher die Sicherung aus und markiere sie, damit niemand versehentlich wieder einschaltet. Die Rahmen bewahrst Du in einem beschrifteten Beutel auf, damit Du später weißt, wo welcher hingehört.

Das Geheimnis des perfekten Timing beim Abziehen

Hier kommt der entscheidende Profi-Trick, den die meisten Anleitungen verschweigen: Der Zeitpunkt, wann Du das Malerkrepp entfernst, macht den Unterschied zwischen perfekten und ausgefransten Kanten. Die goldene Regel lautet: Entferne das Klebeband, während die Farbe noch leicht feucht ist – etwa 15-30 Minuten nach dem letzten Farbauftrag, je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Wartest Du, bis die Farbe komplett getrocknet ist, reißt Du beim Abziehen des Krepps mikroskopisch kleine Farbpartikel ab. Das Ergebnis: ausgefranste, unsaubere Kanten mit kleinen Absplitterungen. Ziehst Du das Krepp zu früh ab, läuft noch feuchte Farbe nach und verschmiert die Kante. Das perfekte Timing ist erreicht, wenn die Farbe matt aussieht und sich nicht mehr nass anfühlt, aber noch nachgibt, wenn Du vorsichtig mit dem Finger drückst.

Ziehe das Krepp in einem Winkel von 45 Grad zur Wand ab, nicht gerade nach außen. Arbeite dabei gleichmäßig und ohne Ruck. Sollten sich trotzdem kleine Farbnasen bilden, entfernst Du diese sofort mit einem leicht feuchten Tuch. Diese Technik ist besonders wichtig, wenn Du Wände ohne Tapete streichst, da hier jede Unebenheit sichtbar wird.

Streichtechniken - Die Drei-Zonen-Methode für gleichmäßige Wände

Die Drei-Zonen-Methode ist das Herzstück professioneller Streicharbeit und garantiert Dir streifenfreie, gleichmäßige Flächen. Das Prinzip ist einfach: Du teilst jede Wand gedanklich in drei Bereiche auf – Ecken und Kanten, Hauptfläche und Übergänge – und bearbeitest diese in einer bestimmten Reihenfolge mit unterschiedlichen Werkzeugen.

Zone 1: Ecken und Kanten vorstreichen Beginne immer mit dem Vorstreichen aller Ecken, Kanten und Übergänge. Mit einem hochwertigen Flachpinsel (5-8 cm breit) streichst Du einen etwa 10 Zentimeter breiten Streifen entlang aller Kanten, Steckdosen und Fenster. Diese "Kontur" ermöglicht Dir später, mit der Rolle nah an die Kanten zu kommen, ohne mit dem Bügel anzustoßen. Achte darauf, nicht zu dick aufzutragen – lieber dünn und dafür zweimal.

Zone 2: Hauptfläche mit der Rolle Jetzt kommt die Farbrolle zum Einsatz. Tauche sie in die Farbe und streife überschüssige Farbe am Abstreifgitter ab – die Rolle sollte gleichmäßig getränkt sein, aber nicht tropfen. Beginne etwa eine Rollenlänge von der Decke entfernt und rolle in einem "W"-Muster nach oben, dann quer und nach unten. Dieses Kreuzstreichen sorgt für gleichmäßige Verteilung ohne Ansätze.

Die richtige Technik beim Farbe auftragen entscheidet über das Ergebnis: Rolle ohne Druck gleichmäßig und überlappend. Jeder neue Streifen überlappt den vorherigen um etwa ein Drittel. Arbeite zügig und in einer Bahn vom Boden bis zur Decke, um Ansätze zu vermeiden. Lass die Rolle niemals trocken werden – tauche rechtzeitig nach, bevor die Farbe ausgeht.

Zone 3: Übergänge und Nacharbeiten Die Übergänge zwischen den Rollenbahnen bearbeitest Du mit leichtem, gleichmäßigem Druck. Rolle dabei von der frisch gestrichenen Fläche zur bereits angetrockneten Fläche, nicht umgekehrt. So vermeidest Du dunkle Streifen und Ansätze. Kontrolliere regelmäßig aus verschiedenen Blickwinkeln, ob Du Stellen übersehen hast.

Profi-Tipp: Streiche immer "nass in nass" – das bedeutet, Du streichst angrenzende Flächen, solange die zuvor gestrichene Fläche noch feucht ist. So verschmelzen die Übergänge nahtlos. Bei großen Räumen arbeitest Du zu zweit: Einer streicht Kanten vor, der andere rollt die Fläche direkt danach.

Der zweite Anstrich erfolgt frühestens nach 12 Stunden Trockenzeit, besser nach 24 Stunden. Beim zweiten Durchgang streichst Du in entgegengesetzter Richtung zum ersten Anstrich – wenn Du beim ersten Mal horizontal begonnen hast, beginne jetzt vertikal. Diese Kreuz-und-Quer-Technik sorgt für perfekte Deckkraft. Weitere Tipps findest Du auch in unserem Artikel über Wände richtig streichen.

Häufige Fehler vermeiden beim Wände streichen

Selbst erfahrene Heimwerker machen immer wieder dieselben Fehler. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich mit dem richtigen Wissen leicht vermeiden. Hier sind die sieben häufigsten Probleme und ihre Lösungen:

Fehler 1: Zu wenig oder keine Grundierung Viele überspringen die Grundierung, um Zeit zu sparen – ein teurer Fehler. Ohne Grundierung saugt die Wand unterschiedlich stark, was zu fleckiger Optik führt. Du brauchst mehr Farbschichten und das Ergebnis bleibt ungleichmäßig. Die Lösung: Grundiere IMMER, besonders bei neuem Putz, nach Spachtelarbeiten oder bei Farbwechseln.

Fehler 2: Bei falscher Temperatur streichen Unter 10°C oder über 25°C Raumtemperatur entstehen Probleme. Bei Kälte trocknet die Farbe zu langsam und kann Flecken bilden, bei Hitze trocknet sie zu schnell und hinterlässt Ansätze. Die ideale Temperatur liegt bei 18-22°C mit etwa 50% Luftfeuchtigkeit. Im Winter heize den Raum rechtzeitig vor, im Sommer streiche morgens oder abends.

Fehler 3: Zu dicke Farbschichten Mehr Farbe bedeutet nicht bessere Deckkraft – im Gegenteil. Dicke Schichten laufen, bilden Nasen und trocknen ungleichmäßig. Die Regel lautet: Lieber drei dünne Schichten als eine dicke. Dünne Schichten trocknen schneller, decken gleichmäßiger und sehen professioneller aus.

ProblemUrsacheSofortmaßnahmeVorbeugung
Streifen und AnsätzeZu langsames Arbeiten, Rolle trockenBereich nass anfeuchten, neu streichenZügig arbeiten, nass-in-nass streichen
Farbnasen und LäuferZu dick aufgetragenSofort mit Rolle abrollierenFarbe gut abstreifen, dünn auftragen
Fleckige DeckkraftKeine Grundierung, unterschiedliche SaugfähigkeitNach Trocknung weiteren AnstrichGrundierung auftragen, Untergrund prüfen
Ausgefranste KantenKrepp zu spät entferntKanten mit Cutter-Messer nachschneidenKrepp bei feuchter Farbe abziehen
BlasenbildungZu schnelles Trocknen, schlechte HaftungBlase aufschneiden, Bereich neu streichenRaumklima kontrollieren, gut grundieren

Fehler 4: Billige Werkzeuge verwenden Eine 3-Euro-Farbrolle verliert Fasern, die in der Farbe hängen bleiben. Billige Pinsel haben ausfallende Borsten. Das Ergebnis: Ständiges Fischen nach Fasern und unsaubere Flächen. Investiere 30-40 Euro in gutes Werkzeug – es hält Jahre und macht jedes Projekt leichter.

Fehler 5: Den Untergrund nicht richtig reinigen Staub, Spinnweben oder Fettflecken verhindern die Haftung der Farbe. Nach Monaten platzt die Farbe ab oder bildet Flecken. Vor dem Grundieren musst Du die Wand gründlich absaugen und mit Zuckerwasser abwischen. Besonders in der Küche ist Entfettung wichtig.

Fehler 6: Die Farbe nicht richtig mischen Farbpigmente setzen sich am Boden ab. Ohne gründliches Aufrühren ist die Farbe unten dick und pigmentiert, oben dünn und wässrig. Das Resultat: ungleichmäßige Deckkraft. Rühre die Farbe mindestens zwei Minuten mit einem Rührholz oder Mischaufsatz für die Bohrmaschine auf.

Fehler 7: Unrealistische Zeitplanung Ein 20 Quadratmeter großes Zimmer komplett zu streichen dauert mit Vorbereitung, Grundierung und zwei Anstrichen mindestens zwei Tage. Plane realistisch und arbeite ohne Zeitdruck – Hektik führt zu Fehlern. Informationen zu Zimmer streichen Kosten helfen Dir bei der Planung.

Kosten sparen und Nachhaltigkeit beim Wände streichen

Mit ein paar cleveren Tricks sparst Du beim Streichen richtig Geld, ohne bei der Qualität Kompromisse einzugehen. Der größte Hebel liegt im Selbermachen: Während ein professioneller Maler für ein 20 Quadratmeter großes Zimmer 400-600 Euro verlangt, kostet Dich das Material nur 80-120 Euro. Die Kosten fürs Zimmer streichen variieren je nach Region und Aufwand.

Kaufe Farbe in Großgebinden statt in kleinen Eimern. 10 Liter kosten oft nur 50% mehr als zwei 5-Liter-Eimer, aber Du hast doppelt so viel. Überschüssige Farbe kannst Du für spätere Ausbesserungen aufbewahren – einfach den Deckel mit Frischhaltefolie abdecken, gut verschließen und kopfüber lagern. So bildet sich keine Haut und die Farbe bleibt zwei Jahre haltbar.

Werkzeuge richtig pflegen spart Neukäufe. Nach dem Streichen wäschst Du Rollen und Pinsel gründlich unter fließendem Wasser aus, bis keine Farbe mehr kommt. Forme die Borsten in ihre ursprüngliche Form und lass sie hängend trocknen. Gut gepflegte Werkzeuge halten für Jahrzehnte. Bei längeren Pausen während des Streichens wickelst Du Rolle und Pinsel in Frischhaltefolie ein – so trocknen sie nicht aus und Du kannst am nächsten Tag weitermachen.

Nachhaltigkeit beginnt bei der Farbwahl. Achte auf lösemittelarme Farben mit dem Blauen Engel oder EU-Ecolabel. Diese enthalten keine Weichmacher oder Konservierungsstoffe und dünsten keine Schadstoffe aus. Sie sind zwar 20-30% teurer, aber gesünder für Dich und die Umwelt. Reste entsorgst Du kostenlos bei kommunalen Sammelstellen – niemals in den Hausmüll oder die Toilette.

Ein weiterer Spartipp: Streiche nur die Wände, die es wirklich nötig haben. Oft reicht es, eine Akzentwand neu zu streichen statt den ganzen Raum. Mit Farbkontrasten setzt Du Highlights und sparst Material. In kleinen Räumen wie bei der Gartengestaltung gilt: Weniger ist manchmal mehr.

Wann sollte ich meine Wände neu streichen? Häufig gestellte Fragen

Wie lange muss die Farbe zwischen zwei Anstrichen trocknen? Mindestens 12 Stunden, idealerweise 24 Stunden. Die genaue Zeit steht auf dem Farbeimer und hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei kühlen, feuchten Bedingungen lieber länger warten. Die Wandoberfläche sollte sich trocken anfühlen und nicht mehr klebrig sein.

Kann ich direkt auf Raufaser streichen oder brauche ich Grundierung? Alte, intakte Raufasertapete kannst Du meist direkt überstreichen. Bei fleckiger Optik, starken Farbwechseln oder wenn die Tapete mehr als 10 Jahre alt ist, empfiehlt sich eine Grundierung für gleichmäßige Saugfähigkeit und bessere Haftung.

Was mache ich, wenn die Wand nach dem Streichen fleckig aussieht? Das liegt meist an unterschiedlicher Saugfähigkeit oder fehlender Grundierung. Lass die Farbe komplett trocknen (48 Stunden) und trage dann einen weiteren Anstrich auf. Bei stark fleckigen Stellen grundiere zuerst nur diese Bereiche, lass trocknen und streiche dann die ganze Wand.

Wie bekomme ich beim Wände streichen Farbflecken aus Kleidung? Frische Farbe sofort mit kaltem Wasser auswaschen. Bei Dispersionsfarbe hilft Gallseife oder Handwaschpaste. Eingetrocknete Farbe ist schwerer zu entfernen – deshalb immer alte Kleidung beim Streichen tragen.

Muss ich die Decke zuerst streichen oder die Wände? Immer zuerst die Decke, dann die Wände. So können Farbspritzer von der Decke noch überstrichen werden. Die Deckengestaltung mit Paneelen ist eine Alternative zum Streichen.

Wie oft sollte ich Wände im Wohnbereich neu streichen? Im Wohnzimmer und Schlafzimmer alle 5-7 Jahre, in stark beanspruchten Bereichen wie Flur, Küche oder Kinderzimmer alle 3-5 Jahre. Bei guter Qualität und sauberer Ausführung halten Anstriche auch länger.

Welche Farbe eignet sich für feuchte Räume wie Bad und Küche? Spezielle Feuchtraumfarbe mit fungizider Wirkung gegen Schimmelbildung. Diese ist diffusionsoffen, lässt Feuchtigkeit nach außen, aber verhindert das Eindringen. Sie kostet etwa 30% mehr als normale Wandfarbe, lohnt sich aber in feuchten Bereichen.

Professionelle Unterstützung für perfekte Malerarbeiten

Wenn Du beim Wände streichen an Deine Grenzen stößt oder einfach keine Zeit für umfangreiche Renovierungsprojekte hast, vermittelt Dir anyhelpnow erfahrene Maler und Lackierer, die Deine Wände professionell und sauber streichen. Unsere Fachleute beraten Dich zur passenden Farbauswahl und den besten Techniken für Deine Räume.

Auch bei größeren Projekten wie der kompletten Wohnungsrenovierung oder speziellen Herausforderungen beim Streichen von Stahlbetondecken findest Du über anyhelpnow kompetente Profis. Sie kennen die Besonderheiten verschiedener Untergründe und liefern Ergebnisse, die jahrelang halten.

Für alle, die gerne selbst Hand anlegen, aber bei bestimmten Arbeiten Unterstützung brauchen, vermittelt anyhelpnow zuverlässige Heimwerker-Helfer. Sie assistieren Dir bei Deinem Projekt, geben praktische Tipps und helfen bei körperlich anstrengenden Aufgaben wie dem Vorbereiten großer Flächen oder dem Abkleben hoher Räume.

Auch spezielle Malerarbeiten wie das Streichen von Holzfassaden, Dachbalken im Außenbereich oder Klinker-Renovierung erfordern Fachwissen und Erfahrung. Die über anyhelpnow vermittelten Experten beherrschen diese anspruchsvollen Techniken und garantieren Dir langlebige, wetterfeste Ergebnisse.

Perfekte Wände beginnen mit dem ersten Pinselstrich

Das Wände streichen ist keine Kunst, die jahrelange Übung braucht – es ist ein Handwerk, das jeder mit der richtigen Anleitung und etwas Geduld erlernen kann. Du hast jetzt alle Werkzeuge und Techniken an der Hand, um Deine Wände selbst professionell zu streichen. Von der gründlichen Vorbereitung über die richtige Werkzeugwahl bis zur Drei-Zonen-Methode kennst Du die Geheimnisse streifenfreier Ergebnisse.

Die wichtigste Erkenntnis: Erfolgreiche Malerarbeiten DIY beginnen lange vor dem ersten Farbauftrag. Die sorgfältige Vorbereitung, das richtige Timing beim Abziehen des Malerkrepps und die systematische Arbeitstechnik machen den Unterschied zwischen Heimwerker-Optik und Profi-Ergebnis. Nimm Dir Zeit für jeden Schritt und arbeite lieber gründlich als schnell.

Das Schönste am Selbermachen ist das Erfolgserlebnis, wenn Du vor Deiner perfekt gestrichenen Wand stehst. Du hast nicht nur Hunderte Euro gespart, sondern auch die Befriedigung, etwas mit Deinen eigenen Händen geschaffen zu haben. Und beim nächsten Projekt geht es noch leichter von der Hand – denn jetzt bist Du der Experte.

Also schnapp Dir Farbe, Rolle und Pinsel, und leg los! Mit dieser Wand streichen Anleitung und ein bisschen Übung wirst Du bald Wände streichen wie ein Profi. Deine Freunde werden fragen, wer Deine Wohnung gestrichen hat – und Du kannst stolz sagen: Das war ich selbst!

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