Zusammenfassung
Hausbesitzer umfassend über den Terrassenbau informieren, von der Planung über Materialauswahl bis zur Umsetzung und dabei sowohl DIY-Ansätze als auch professionelle Lösungen abdecken
Zusammenfassung
Hausbesitzer umfassend über den Terrassenbau informieren, von der Planung über Materialauswahl bis zur Umsetzung und dabei sowohl DIY-Ansätze als auch professionelle Lösungen abdecken
Stell Dir vor: Ein lauer Sommerabend, Du sitzt auf Deiner selbst gebauten Terrasse, hörst das Lachen Deiner Liebsten und genießt die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Eine Terrasse ist weit mehr als nur eine gepflasterte Fläche – sie ist der Ort, an dem Erinnerungen entstehen, an dem Grillabende zu Festen werden und an dem der Alltag eine Pause macht.
Wenn Du eine Terrasse bauen möchtest, stehst Du vor vielen Entscheidungen: Welches Material ist das richtige? Holzterrasse, Steinterrasse oder doch lieber WPC? Kannst Du die Terrasse selber bauen oder solltest Du einen Profi beauftragen? Und was kostet das Ganze überhaupt?
In diesem umfassenden Ratgeber erfährst Du alles, was Du wissen musst – von der ersten Planung über die Materialauswahl bis zur fertigen Terrasse. Mit konkreten Anleitungen, Expertentipps und realistischen Kostenkalkulationen helfen wir Dir, Dein Traumprojekt erfolgreich umzusetzen.
Terrassenplanung: Die richtige Vorbereitung für Dein Traumprojekt
Bevor Du mit dem Bau beginnst, ist eine gründliche Planung entscheidend. Die Vorbereitung bestimmt, ob Deine Terrasse über Jahrzehnte Freude bereitet oder bereits nach wenigen Jahren Probleme macht.
Standortwahl und Ausrichtung
Die Lage Deiner Terrasse beeinflusst maßgeblich, wie Du sie nutzen kannst. Eine Südterrasse bietet maximale Sonnenstunden, kann im Hochsommer aber sehr heiß werden. Westterrassen sind ideal für entspannte Sommerabende, während Ostterrassen perfekt für gemütliche Frühstücke in der Morgensonne sind.
Achte auf den Abstand zum Haus – eine direkte Anbindung an Wohnraum oder Küche macht die Terrasse deutlich praktischer. Berücksichtige auch bestehende Elemente wie Bäume, die Schatten spenden, oder die Gartengestaltung, die harmonisch mit Deiner neuen Terrasse verschmelzen soll.
Größenplanung und Budget
Als Faustregel gilt: Plane mindestens 10-15 Quadratmeter für eine komfortable Terrasse ein. Für größere Familien oder regelmäßige Gartenpartys sind 20-30 Quadratmeter empfehlenswert. Die Kosten variieren erheblich je nach Material:
Einfache Holzterrasse: 50-100 Euro pro Quadratmeter
Hochwertige Steinterrasse: 80-150 Euro pro Quadratmeter
Premium WPC-Terrasse: 100-200 Euro pro Quadratmeter
Diese Preise beinhalten Material und Verlegekosten. Bedenke zusätzliche Ausgaben für Unterkonstruktion, Drainage und eventuelle Erdarbeiten.
Baugenehmigung und rechtliche Aspekte
In vielen Bundesländern kannst Du kleinere Terrassen ohne Baugenehmigung bauen. Generell gilt: Terrassen bis zu 30 Quadratmeter Fläche und ohne Überdachung sind oft genehmigungsfrei. Dennoch solltest Du Dich vorab bei Deiner Gemeinde informieren, da die Regelungen regional unterschiedlich sind.
Wichtig ist auch der Grenzabstand zum Nachbargrundstück. In den meisten Fällen sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand eingehalten werden. Ein klärendes Gespräch mit den Nachbarn kann spätere Konflikte vermeiden.
Materialauswahl: Der Schlüssel zu Deiner perfekten Terrasse
Die Wahl des richtigen Materials ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Terrassenbau. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften, Vor- und Nachteile, die Du kennen solltest.
Holzterrasse bauen: Natürliche Wärme und Behaglichkeit
Holz schafft eine warme, natürliche Atmosphäre und ist angenehm barfuß zu begehen. Die beliebtesten Holzarten für Terrassen sind:
Bangkirai: Extrem widerstandsfähig und langlebig (15-25 Jahre), benötigt aber regelmäßige Öl-Behandlung. Kosten: 80-120 Euro pro Quadratmeter.
Douglasie: Heimisches Holz mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, mittlere Haltbarkeit (10-15 Jahre). Kosten: 50-80 Euro pro Quadratmeter.
Lärche: Robustes europäisches Holz, natürliche Resistenz gegen Feuchtigkeit. Kosten: 60-90 Euro pro Quadratmeter.
Der größte Vorteil von Holzterrassen ist ihre natürliche Optik und das angenehme Laufgefühl. Allerdings erfordert eine Holzterrasse bauen auch regelmäßige Pflege – ähnlich wie beim Streichen von Holzfassaden solltest Du alle 2-3 Jahre eine Auffrischung einplanen.
Steinterrasse bauen: Langlebigkeit und zeitlose Eleganz
Stein ist das robusteste Material für Terrassen und punktet mit minimaler Pflege. Besonders beliebt sind:
Granit: Äußerst hart und frostbeständig, in vielen Farben erhältlich. Kosten: 90-150 Euro pro Quadratmeter.
Travertin: Mediterrane Optik, rutschhemmend durch natürliche Struktur. Kosten: 70-120 Euro pro Quadratmeter.
Betonstein: Preiswert und vielseitig, in vielen Designs verfügbar. Kosten: 40-80 Euro pro Quadratmeter.
Eine Steinterrasse bauen ist besonders lohnenswert, wenn Du langfristig denkst. Die Haltbarkeit von 30-50 Jahren und der minimale Pflegeaufwand rechtfertigen die höheren Anschaffungskosten. Die Prinzipien beim Verlegen ähneln übrigens denen beim Fliesenlegen – sorgfältige Untergrundvorbereitung und präzises Arbeiten sind entscheidend.
WPC Terrasse bauen: Das Beste aus zwei Welten
Wood-Plastic-Composite (WPC) kombiniert Holzfasern mit Kunststoff und bietet viele Vorteile:
Pflegeleicht wie Kunststoff, natürliche Optik wie Holz
Splitterfrei und barfußfreundlich
Farbstabil und witterungsbeständig
Lebensdauer: 20-25 Jahre
Kosten: 100-180 Euro pro Quadratmeter
WPC Terrassen sind ideal für Familien mit Kindern und alle, die eine pflegeleichte Alternative zur Holzterrasse suchen. Das Material bleibt auch bei Nässe rutschfest und vergraut nicht.
| Material | Kosten/m² | Lebensdauer | Pflege | Witterungsbeständigkeit | Optik |
|---|---|---|---|---|---|
| Bangkirai | 80-120 € | 15-25 Jahre | Mittel | Sehr gut | ★★★★★ |
| Douglasie | 50-80 € | 10-15 Jahre | Mittel | Gut | ★★★★☆ |
| WPC | 100-180 € | 20-25 Jahre | Sehr gering | Sehr gut | ★★★★☆ |
| Granit | 90-150 € | 30-50 Jahre | Sehr gering | Ausgezeichnet | ★★★★★ |
| Betonstein | 40-80 € | 25-40 Jahre | Sehr gering | Sehr gut | ★★★☆☆ |
Unterkonstruktion und Fundament: Das stabile Herzstück
Eine professionelle Unterkonstruktion ist das Fundament für eine langlebige Terrasse. Fehler in diesem Bereich führen später zu unebenen Flächen, Wasseransammlungen und im schlimmsten Fall zu strukturellen Schäden.
Untergrundvorbereitung
Die Vorbereitung des Untergrunds ist entscheidend. Ähnlich wie beim Pflastern einer Einfahrt benötigst Du einen tragfähigen Unterbau:
Aushub: Entferne Mutterboden bis etwa 40 Zentimeter Tiefe
Drainage-Schicht: 15-20 Zentimeter Schotter oder Kies als Frostschutz
Tragschicht: 10-15 Zentimeter verdichteter Schotter
Splittbett: 3-5 Zentimeter Splitt als Ausgleichsschicht
Wichtig ist das Gefälle von mindestens 2% (2 Zentimeter pro Meter) vom Haus weg. Dies verhindert, dass Regenwasser unter die Terrasse oder gar ins Gebäude läuft.
Punktfundamente vs. Flächenfundament
Für Holz- und WPC-Terrassen sind Punktfundamente ideal. Diese bestehen aus Betonplatten oder gegossenen Fundamenten im Abstand von 50-80 Zentimetern. Sie ermöglichen eine gute Belüftung der Unterkonstruktion und reduzieren Fäulnisgefahr.
Bei Steinterrassen ist ein durchgehendes Schotterbett mit Splittausgleich üblich. Dies verteilt die Last gleichmäßig und verhindert Setzungen.
Expertentipp: Verleg immer ein Unkrautvlies unter der Drainage-Schicht. Dies verhindert Wildwuchs und erhält die Drainage-Funktion über Jahre hinweg.
Die richtige Unterkonstruktion
Für Holz- und WPC-Terrassen besteht die Unterkonstruktion aus druckimprägnierten Kanthölzern oder Aluminium-Profilen:
Holz-Unterkonstruktion: Preiswert (15-25 Euro/m²), benötigt aber selbst Schutz vor Feuchtigkeit
Aluminium-Unterkonstruktion: Langlebig und verrottungsfrei (30-45 Euro/m²), ideal für WPC-Terrassen
Die Unterkonstruktion wird auf die Punktfundamente geschraubt und mit Abstandhaltern von Boden ferngehalten. Der Abstand der Unterkonstruktions-Balken richtet sich nach der Dielendicke: Bei 25 mm Dielen sollten die Balken maximal 40 cm auseinander liegen.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Von der Idee zur fertigen Terrasse
Jetzt geht's ans Eingemachte – die praktische Umsetzung Deines Terrassenprojekts. Mit dieser Anleitung kannst Du eine Terrasse selber bauen.
Schritt 1: Vermessung und Markierung (Tag 1)
Stecke die Terrassenfläche mit Schnüren und Pflöcken ab
Überprüfe die Rechtwinkligkeit mit der 3-4-5-Methode
Markiere die Höhe der fertigen Terrasse am Haus
Berücksichtige das Gefälle von 2% in Deiner Planung
Schritt 2: Erdarbeiten (Tag 1-2)
Entferne Gras und Mutterboden bis zur geplanten Tiefe
Verdichte den Untergrund mit einer Rüttelplatte
Bringe die Drainage-Schicht aus Schotter ein (15-20 cm)
Verdichte die Schotterschicht gründlich
Schritt 3: Fundamentierung (Tag 2-3)
Für Punktfundamente:
Grabe Löcher (30x30x40 cm) im Raster von 50-80 cm
Fülle mit Beton und setze höhenverstellbare Terrassenlager ein
Lasse den Beton mindestens 24 Stunden aushärten
Für Steinterrassen:
Bringe die Tragschicht aus verdichtetem Schotter auf
Verteile das Splittbett gleichmäßig
Ziehe das Splittbett mit einer Richtlatte ab
Schritt 4: Unterkonstruktion verlegen (Tag 4)
Richte die ersten Unterkonstruktions-Balken parallel zur Hauswand aus
Kontrolliere mit Wasserwaage das Gefälle (2%)
Befestige die Balken auf den Fundamenten
Verlege alle weiteren Balken im gleichen Abstand
Schritt 5: Terrassendielen montieren (Tag 5-6)
Bei Holz- und WPC-Terrassen:
Beginne mit der ersten Diele an der Hauswand
Halte 1-2 cm Abstand zur Wand für Belüftung
Verwende Abstandshalter für gleichmäßige Fugen (6-8 mm)
Schraube oder clippe die Dielen an der Unterkonstruktion fest
Schneide die letzte Reihe passgenau zu
Bei Steinterrassen:
Beginne in einer Ecke und arbeite Dich systematisch vor
Klopfe die Steine mit einem Gummihammer fest
Kontrolliere regelmäßig Höhe und Ausrichtung
Schneide Randsteine mit einem Steinschneider zu
Schritt 6: Abschlussarbeiten (Tag 7)
Verfuge Steinterrassen mit Sand oder Splitt
Installiere Randabschlüsse oder Sockelleisten
Reinige die Terrassenfläche gründlich
Bei Holzterrassen: Erste Behandlung mit Holzöl
Zeitplanung: Für eine 20 m² Terrasse solltest Du als geübter Heimwerker 5-7 Arbeitstage einplanen. Mit professioneller Hilfe reduziert sich die Bauzeit auf 2-3 Tage.
Häufig gestellte Fragen zum Terrasse bauen
Wie tief muss ich für eine Terrasse ausheben?
Die Aushubtiefe hängt vom gewählten Material ab. Für eine Holz- oder WPC-Terrasse reichen 30-40 Zentimeter Tiefe aus. Bei Steinterrassen solltest Du 35-45 Zentimeter einplanen, um ausreichend Platz für Drainage, Tragschicht und Splittbett zu haben.
Kann ich eine Terrasse ohne Fundament bauen?
Grundsätzlich nicht empfehlenswert. Ein ordentliches Fundament verhindert Absackungen, Staunässe und Frostschäden. Selbst bei kleineren Terrassen ist mindestens eine Schotterschicht mit Vlies notwendig. Nur bei sehr kurzen temporären Lösungen kannst Du auf ein Fundament verzichten – dann aber mit deutlichen Qualitätseinbußen.
Welches Material eignet sich am besten für kleine Terrassen?
Für kleine Terrassen sind helle Materialien ideal, da sie den Raum optisch vergrößern. WPC oder helle Holzarten wie Douglasie wirken weniger wuchtig als dunkles Hartholz oder Granit. Auch die Verlegerichtung spielt eine Rolle – clever genutzte Gestaltungstricks können kleine Flächen größer erscheinen lassen.
Wie verhindere ich Unkrautwuchs unter der Terrasse?
Ein hochwertiges Unkrautvlies unter der ersten Schotterschicht ist die beste Lösung. Zusätzlich solltest Du die Fugen bei Steinterrassen mit Fugensand oder speziellem Pflasterfugenmörtel verfüllen. Bei Holzterrassen verhindert der Abstand zum Boden und die gute Belüftung meist schon das Unkrautwachstum.
Was kostet es, eine Terrasse bauen zu lassen?
Die Kosten variieren je nach Region und Aufwand. Fachbetriebe berechnen für den kompletten Terrassenbau inklusive Material zwischen 80 und 250 Euro pro Quadratmeter. Eine 20 m² Holzterrasse kostet somit etwa 1.600-2.500 Euro, während eine hochwertige Steinterrasse mit 2.500-4.000 Euro zu Buche schlägt.
Wie lange hält eine Terrasse?
Die Lebensdauer hängt vom Material und der Pflege ab. WPC-Terrassen halten 20-25 Jahre, hochwertige Holzterrassen 15-25 Jahre bei guter Pflege. Steinterrassen erreichen problemlos 30-50 Jahre. Entscheidend sind die Qualität der Unterkonstruktion und regelmäßige Wartung.
DIY oder Fachbetrieb: Die richtige Entscheidung für Dich
Die Frage, ob Du Deine Terrasse selber bauen solltest oder einen Profi beauftragst, hängt von mehreren Faktoren ab.
Wann lohnt sich der Selbstbau?
Wenn Du handwerklich geschickt bist und folgende Voraussetzungen erfüllst, kannst Du durchaus selbst Hand anlegen:
Erfahrung mit Werkzeugen und einfachen Bauarbeiten
Körperliche Fitness für anstrengende Erdarbeiten
Verfügbarkeit von 5-10 Arbeitstagen
Zugang zu notwendigen Werkzeugen (Rüttelplatte, Säge, Bohrmaschine)
Mindestens eine helfende Person
Einsparpotenzial beim Selbstbau: 40-60% der Gesamtkosten. Bei einer 20 m² Terrasse kannst Du 1.500-3.000 Euro sparen.
Wann solltest Du einen Profi beauftragen?
In folgenden Fällen ist professionelle Hilfe empfehlenswert:
Komplexe Geländesituationen mit starkem Gefälle
Terrassen über 30 m² Fläche
Anspruchsvolle Materialien wie Naturstein oder exotische Hölzer
Wenig Zeit oder handwerkliche Erfahrung
Besondere Anforderungen wie integrierte Beleuchtung oder Wasserläufe
Ein Fachbetrieb garantiert nicht nur professionelle Ausführung, sondern auch Gewährleistung auf Material und Arbeit. Zudem verfügen Profis über spezialisierte Werkzeuge und Know-how für komplexe Details.
| Kriterium | DIY | Fachbetrieb |
|---|---|---|
| Kosten (20 m²) | 1.000-2.000 € | 2.500-5.000 € |
| Zeitaufwand | 5-10 Tage | 2-3 Tage |
| Qualitätsgarantie | Selbstverantwortung | Gewährleistung |
| Komplexität | Einfache Projekte | Alle Projekte |
| Werkzeuge | Selbst beschaffen/mieten | Vorhanden |
Die Hybridlösung
Eine gute Kompromisslösung ist die Kombination beider Ansätze: Du übernimmst die vorbereitenden Erdarbeiten und den Unterbau, während ein Profi die anspruchsvolle Verlegung der Terrassenbeläge übernimmt. So sparst Du Kosten, profitierst aber von professioneller Ausführung der sichtbaren Arbeiten.
Terrasse gestalten: Ergänzende Elemente für Dein Outdoor-Wohnzimmer
Eine fertige Terrasse ist die perfekte Basis – doch erst die richtige Gestaltung macht sie zu Deinem persönlichen Rückzugsort.
Sichtschutz und Begrenzungen
Ein schöner Gartenzaun oder moderne Sichtschutzwände schaffen Privatsphäre und strukturieren Deinen Außenbereich. Kombiniert mit Kletterpflanzen wird aus einer funktionalen Abgrenzung ein grünes Highlight.
Terrassenüberdachung und Sonnenschutz
Eine Überdachung erweitert die Nutzbarkeit Deiner Terrasse erheblich. Von fest installierten Pergolen über ausfahrbare Markisen bis zu modernen Lamellendächern – die Möglichkeiten sind vielfältig. Plane eine Überdachung am besten schon beim Terrassenbau mit ein, da zusätzliche Fundamente für Pfosten erforderlich sein können.
Beleuchtung und Atmosphäre
Die richtige Beleuchtung verwandelt Deine Terrasse in eine stimmungsvolle Wohlfühloase. LED-Einbaustrahler in den Stufen, Lichterketten entlang der Begrenzung oder eine atmosphärische Feuerstelle schaffen einzigartige Abendstimmungen.
Integration in die Gesamtgestaltung
Denke beim Terrassenbau immer an die Gesamtkonzeption Deines Gartens. Eine harmonische Verbindung zwischen Terrasse, Rasenfläche und Bepflanzung schafft ein stimmiges Gesamtbild. Vielleicht planst Du ja auch weitere Projekte wie einen Gartenteich oder einen Pool – dann lohnt es sich, diese Elemente schon bei der Terrassenplanung zu berücksichtigen.
Pflege und Wartung: So bleibt Deine Terrasse schön
Eine Terrasse zu bauen ist das eine – ihre Schönheit über Jahre zu erhalten das andere. Je nach Material variiert der Pflegeaufwand erheblich.
Holzterrasse pflegen
Jährlich: Gründliche Reinigung mit Terrassenreiniger und Bürste
Alle 2-3 Jahre: Auffrischung mit Holzöl oder Lasur
Regelmäßig: Laub und Schmutz entfernen, Wasserabflüsse freihalten
Bei Bedarf: Splitter abschleifen, lose Schrauben nachziehen
WPC-Terrasse pflegen
2-3x jährlich: Reinigung mit milder Seifenlauge
Bei Flecken: Spezielle WPC-Reiniger verwenden
Regelmäßig: Fugen von Schmutz befreien
Vorteil: Keine Öl-Behandlung oder Lasierung notwendig
Steinterrasse pflegen
Jährlich: Hochdruckreinigung (max. 60 bar) oder Schrubben
Bei Bedarf: Moos und Algen mit Spezialreiniger entfernen
Alle 3-5 Jahre: Imprägnierung erneuern
Regelmäßig: Fugensand nachfüllen
Winterfest machen: Entferne vor dem Winter alle Pflanzgefäße und Möbel. Bei Holzterrassen solltest Du auf Streusalz verzichten – es greift das Material an. Nutze stattdessen Sand oder Splitt.
Kosten im Detail: Realistische Kalkulation für Dein Projekt
Eine transparente Kostenkalkulation hilft Dir, Dein Budget zu planen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Beispielkalkulation Holzterrasse (20 m²)
Materialkosten:
Douglasie-Dielen: 800-1.000 €
Unterkonstruktion: 300-400 €
Schrauben/Clips: 100-150 €
Schotter/Kies: 150-200 €
Vlies/Randsteine: 100-150 €
Summe Material: 1.450-1.900 €
Werkzeugmiete (falls nötig):
Rüttelplatte: 50 € (2 Tage)
Steinsäge: 40 € (1 Tag)
Summe Werkzeug: 90 €
Gesamtkosten DIY: 1.540-1.990 € Mit Fachbetrieb: 2.500-3.500 €
Beispielkalkulation Steinterrasse (20 m²)
Materialkosten:
Betonpflastersteine: 600-900 €
Schotter (Tragschicht): 200-300 €
Splitt (Bettung): 150-200 €
Fugensand: 80-120 €
Vlies/Randsteine: 150-200 €
Summe Material: 1.180-1.720 €
Gesamtkosten DIY: 1.180-1.720 € Mit Fachbetrieb: 2.200-3.800 €
Versteckte Kosten nicht vergessen
Entsorgung Erdaushub: 150-400 €
Eventuelle Baugenehmigung: 50-200 €
Zusätzliche Drainage bei schlechtem Untergrund: 200-500 €
Werkzeugkauf statt Miete: 300-800 €
Fazit: Dein Weg zur Traumterrasse
Eine Terrasse zu bauen ist ein lohnendes Projekt, das Dein Zuhause aufwertet und einen neuen Lebensraum schafft. Ob Holzterrasse, Steinterrasse oder WPC Terrasse – jedes Material hat seine Vorzüge und kann bei richtiger Planung und Ausführung zu einem dauerhaften Highlight werden.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind:
Sorgfältige Planung von Standort, Größe und Material
Professionelle Untergrundvorbereitung mit ausreichendem Gefälle
Qualität bei Material und Verarbeitung
Realistische Einschätzung der eigenen handwerklichen Fähigkeiten
Regelmäßige Pflege für langanhaltende Schönheit
Egal ob Du die Terrasse selber bauen möchtest oder einen Profi beauftragst – mit den Informationen aus diesem Ratgeber bist Du bestens vorbereitet. Eine gut gebaute Terrasse wird über Jahrzehnte zum Mittelpunkt Deines Gartenlebens und zu dem Ort, an dem die schönsten Erinnerungen entstehen.
Bei größeren Projekten oder wenn Du unsicher bist, kann professionelle Unterstützung Gold wert sein. Mit anyhelpnow findest Du den passenden Garten- und Landschaftsbauer, der Dich bei der Planung berät und Deine Traumterrasse fachgerecht umsetzt. Auch für einzelne Arbeitsschritte wie die Erdarbeiten oder die Verlegung kannst Du gezielt Unterstützung finden – so behältst Du die Kontrolle über Dein Projekt und profitierst gleichzeitig von professionellem Know-how.