DE

Pflanzenpflege leicht gemacht – Gesunde Pflanzen für Zuhause & Büro

Pflanzenpflege leicht gemacht – Gesunde Pflanzen für Zuhause & Büro

06.01.2026

Lesezeit 7 Minuten

Zusammenfassung

Anfängern und Berufstätigen praktische, umsetzbare Pflanzenphlegegrundlagen vermitteln und dabei Selbstvertrauen im Umgang mit Zimmerpflanzen aufbauen

Zusammenfassung

Anfängern und Berufstätigen praktische, umsetzbare Pflanzenphlegegrundlagen vermitteln und dabei Selbstvertrauen im Umgang mit Zimmerpflanzen aufbauen

Vielleicht kennst Du das Gefühl: Du stehst im Gartencenter vor einer wunderschönen Monstera, doch sofort kommt dieser nagende Gedanke: "Die überlebe ich nicht." Die Angst vor dem Pflanzentod hält Dich davon ab, Dir Grün ins Zuhause zu holen. Doch hier ist die befreiende Wahrheit, die Dir niemand sagt – das eigentliche Problem beim Zimmerpflanzen pflegen ist nicht Dein fehlendes Wissen, sondern Deine Angst vor dem Scheitern.

Die meisten Ratgeber bombardieren Dich mit technischen Details über Lichtspektren und pH-Werte, während sie das Wichtigste übersehen: Menschen töten ihre Pflanzen nicht aus Unwissenheit, sondern aus zu viel Fürsorge. Die Panik, dass Deine Pflanze verdurstet, führt zum ständigen Übergießen. Die Sorge um optimale Bedingungen endet in ständigem Umstellen und Stress für die Pflanze. Paradoxerweise ist weniger mehr.

Dieser Artikel gibt Dir sieben praktische Tipps, die nicht nur Deine Pflanzen am Leben erhalten, sondern vor allem Dein Selbstvertrauen stärken. Du wirst lernen, dass Pflanzenpflege viel eher eine Kunst des Loslassens als ein Wissenschaftsexperiment ist. Am Ende weißt Du nicht nur, wie Du Deine Zimmerpflanzen pflegst – Du verstehst sie endlich.

Warum Pflanzenpflege einfacher ist, als Du denkst

Der Gedanke an das erste verwelkte Blatt löst bei vielen Menschen echte Panik aus. Diese emotionale Reaktion ist verständlich, aber unbegründet. Pflanzen sind seit Millionen Jahren darauf programmiert, zu überleben – nicht um zu sterben, sobald Du sie nach Hause bringst. Die Evolution hat sie robust gemacht, nicht zerbrechlich.

Das größte Missverständnis beim Zimmerpflanzen pflegen ist die Annahme, Pflanzen bräuchten konstante Aufmerksamkeit. In Wahrheit bevorzugen die meisten Zimmerpflanzen Routine und Ruhe gegenüber ständiger Intervention. Eine Monstera, die jeden zweiten Tag umgestellt wird, leidet mehr als eine, die drei Wochen am selben Platz steht – selbst wenn dieser Platz nicht optimal ist.

Wissenschaftlich betrachtet ist Überversorgung die Haupttodesursache bei Zimmerpflanzen. Wurzelfäule durch zu viel Wasser tötet mehr Pflanzen als Vernachlässigung. Deine gut gemeinte Fürsorge wird zum Problem, wenn sie zur Überfürsorge wird. Die Pflanze kann sich nicht wehren, also erträgt sie Deine Liebe, bis ihre Wurzeln verfaulen.

ProblemHäufigkeitUrsacheEinfache Lösung
Gelbe BlätterSehr häufigZu viel WasserFingertest vor jedem Gießen
Braune SpitzenHäufigTrockene LuftGelegentlich besprühen
Keine neuen TriebeMittelZu wenig LichtNäher ans Fenster stellen
Hängende BlätterMittelZu trocken ODER zu nassErde prüfen, dann handeln

Die beruhigende Wahrheit ist: Die meisten Pflanzenpflege-Probleme korrigieren sich von selbst, wenn Du einfach eine Woche lang gar nichts tust. Pflanzen haben Selbstheilungskräfte. Ein überwässerter Topf trocknet aus, wenn Du ihn in Ruhe lässt. Eine Pflanze am falschen Standort zeigt Dir durch ihr Wachstum, wo das Licht herkommt.

Die richtige Bewässerung: Weniger ist mehr

Das Gießen von Zimmerpflanzen ist kein Zeitplan, sondern eine Beziehung. Vergiss alle starren Regeln wie "einmal pro Woche" – sie führen direkt ins Unglück. Jede Pflanze hat individuelle Bedürfnisse, die von Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Topfgröße und Jahreszeit abhängen. Die einzig zuverlässige Methode ist der Fingertest.

Stecke Deinen Zeigefinger bis zum zweiten Fingerglied in die Erde. Fühlt es sich feucht an? Warte. Fühlt es sich trocken an? Gieße. Diese simple Technik ist präziser als jede App oder jeder Zeitplan. Sie zwingt Dich außerdem, regelmäßig mit Deinen Pflanzen zu interagieren, ohne sie zu überwältigen.

Die goldene Regel beim Pflanzen gießen: Wenn Du unsicher bist, warte noch einen Tag. Unterbewässerung siehst Du rechtzeitig an leicht hängenden Blättern, die sich nach dem Gießen innerhalb von Stunden erholen. Überwässerung erkennst Du erst an gelben Blättern und verfaulten Wurzeln – dann ist es oft zu spät. Die Pflanze verzeiht Dir Durst eher als ertrinken.

PflanzenartGießfrequenz SommerGießfrequenz WinterWassertest-Methode
MonsteraAlle 5-7 TageAlle 10-14 TageFinger 3cm tief
FriedenslilieAlle 4-6 TageAlle 7-10 TageWarten bis Blätter leicht hängen
GummibaumAlle 7-10 TageAlle 14-21 TageFinger 5cm tief
EfeututeAlle 5-8 TageAlle 10-14 TageOberste Erdschicht trocken
SansevieriaAlle 14-21 TageAlle 4-6 WochenFast komplett austrocknen lassen
KakteenAlle 10-14 TageAlle 4-8 WochenKomplett austrocknen lassen

Beim Gießen selbst gilt: Lieber selten und durchdringend als oft und oberflächlich. Gieße, bis Wasser aus dem Abflussloch kommt. Das stellt sicher, dass alle Wurzeln Feuchtigkeit erhalten, nicht nur die obersten Zentimeter. Entferne überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach 30 Minuten – Staunässe ist tödlich.

Ein Geheimtipp, den selbst erfahrene Pflanzenbesitzer oft übersehen: Die Bewässerung von Zimmerpflanzen sollte sich an den Jahreszeiten orientieren. Im Winter, wenn die Heizung läuft und die Pflanzen weniger wachsen, brauchen sie deutlich weniger Wasser. Viele Anfänger gießen im Winter wie im Sommer weiter und wundern sich über gelbe Blätter.

Lichtverhältnisse verstehen: Deine Wohnung ist kein Dschungel

Licht ist für Pflanzen, was Nahrung für Menschen ist – ohne geht es nicht, aber zu viel vom Falschen schadet. Der häufigste Denkfehler: "Pflanzen brauchen viel Licht" als absolute Wahrheit zu sehen. In Wahrheit sind die meisten beliebten Zimmerpflanzen Schattenpflanzen aus tropischen Regenwäldern, die unter dem dichten Blätterdach wachsen. Direktes Sonnenlicht ist für sie wie für Dich ein Sonnenbrand.

Verstehe die drei Lichtzonen in Deiner Wohnung: Hell (Südfenster mit direkter Sonne), mittelhell (Ost- oder Westfenster mit indirektem Licht) und schattig (Nordfenster oder 2-3 Meter entfernt von Fenstern). Die meisten Anfängerpflanzen wie Monstera, Efeutute oder Friedenslilie gedeihen bei mittelhellem, indirektem Licht am besten.

Der einfachste Lichttest ohne Messgerät: Halte Deine Hand zwischen Pflanze und Lichtquelle mittags. Siehst Du einen scharfen Schatten? Zu viel direktes Licht für schattenliebende Pflanzen. Ist kaum ein Schatten erkennbar? Zu wenig Licht für die meisten Zimmerpflanzen. Ein weicher, erkennbarer Schatten ist ideal.

LichtbedürfnisStandort in WohnungBeliebte PflanzenErkennungszeichen
Viel LichtSüdfenster, max. 1m entferntKakteen, Sukkulenten, AloeKompakte Form, kräftige Farben
Mittel LichtOst-/Westfenster, 0,5-2mMonstera, Efeutute, GummibaumAusgewogenes Wachstum
Wenig LichtNordfenster, 2-3m entferntEinblatt, Zamioculcas, DrachenbaumLangsames, aber gesundes Wachstum
Sehr wenig Licht>3m von FensterSansevieria, PhilodendronMinimales Wachstum, dunkelgrüne Blätter

Ein kritischer Punkt, den viele übersehen: Pflanzen brauchen Dunkelheit. Ja, Du hast richtig gelesen. Auch bei Pflanzenpflege Tipps wird dieser Aspekt kaum erwähnt. Pflanzen führen nachts wichtige Regenerationsprozesse durch. Eine Pflanze unter ständigem Kunstlicht wird krank, genau wie ein Mensch ohne Schlaf. Schalte Pflanzenlampen nach 12-14 Stunden aus.

Büropflanzen Pflege: Grün im Großraum

Das Büro ist für Pflanzen eine Extremumgebung: trockene Heizungsluft, künstliches Licht, unregelmäßige Pflege am Wochenende. Trotzdem können Pflanzen hier nicht nur überleben, sondern gedeihen – wenn Du die richtigen auswählst. Die Büropflanzen Pflege unterscheidet sich fundamental von der Pflege zu Hause, weil Du nicht täglich vor Ort bist.

Die Lösung ist nicht mehr Kontrolle, sondern die Auswahl robuster Arten. Sansevieria (Schwiegermutterzunge) überlebt problemlos zwei Wochen ohne Wasser. Zamioculcas speichert Wasser in ihren Knollen und verzeiht Vergesslichkeit. Diese Pflanzen sind nicht "Anfängerpflanzen", weil sie anspruchslos sind – sie sind anspruchslos, weil sie für Trockenperioden angepasst sind.

Die größte Herausforderung im Büro ist die trockene Luft, besonders im Winter. Klimaanlagen und Heizungen entziehen der Luft Feuchtigkeit, was zu braunen Blattspitzen führt. Die Lösung ist überraschend simpel: Gruppiere Pflanzen. Mehrere Pflanzen zusammen erhöhen die lokale Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung. Ein Pebble Tray (Schale mit Kieselsteinen und Wasser) unter dem Topf hilft zusätzlich.

BüropflanzePflegeaufwand (1-3)LichttoleranzBesondere Büro-Vorteile
Sansevieria1 (minimal)Sehr niedrigÜbersteht Wochenenden problemlos
Zamioculcas1 (minimal)Niedrig-mittelWasserspeicherung in Knollen
Efeutute2 (mittel)Niedrig-mittelLuftreinigend, schnelles Wachstum
Einblatt2 (mittel)NiedrigZeigt Wasserbedarf durch Hängen
Gummibaum2 (mittel)Mittel-hochRobust, große Blätter filtern Luft
Drachenbaum2 (mittel)Niedrig-mittelVerträgt trockene Luft gut
Grünlilie1 (minimal)Niedrig-mittelBildet Ableger, einfach zu vermehren
Philodendron2 (mittel)Niedrig-mittelRankt dekorativ, pflegeleicht

Ein praktischer Tipp für die Büropflege: Etabliere eine Gemeinschaftsverantwortung. Wenn jeder im Team "seine" Pflanze hat und einmal pro Woche gießt, funktioniert das besser als eine Person, die sich um alles kümmern soll. Menschen vergessen keine Pflichten, die sie öffentlich übernommen haben. Plus: Pflanzen am Arbeitsplatz fördern nachweislich das Wohlbefinden und die Produktivität, wie auch ein gesunder Arbeitsplatz generell.

Der Montag-Morgen-Trick: Gieße Deine Büropflanzen montags, wenn Du ankommst. Das rituelle Gießen hilft Dir beim Übergang ins Arbeitsleben, und die Pflanzen haben die ganze Woche Zeit zum Trocknen, bevor das Wochenende kommt. Freitags zu gießen ist riskant – eine Pflanze steht dann 48 Stunden in nasser Erde ohne Aufsicht.

Düngung einfach gemacht: Nährstoffe ohne Wissenschaft

Düngung wirkt kompliziert mit all den NPK-Zahlen und chemischen Formeln, aber die Wahrheit ist verblüffend simpel: Die meisten Zimmerpflanzen brauchen deutlich weniger Dünger, als Du denkst. Ein überdüngter Topf schadet der Pflanze mehr als ein unterdüngter. Während Nährstoffmangel sich langsam zeigt und leicht korrigiert werden kann, führt Überdüngung zu verbrannten Wurzeln und irreversiblen Schäden.

Die Grundregel: Dünge nur in der Wachstumsphase von März bis September. Im Winter, wenn Pflanzen ruhen, ist Dünger verschwendet und potenziell schädlich. Verwende einen Universaldünger für Grünpflanzen und dosiere ihn mit der Hälfte der empfohlenen Menge. Die Dosierungsangaben auf Dünger-Packungen sind oft zu hoch angesetzt.

Das Konzept von NPK (Stickstoff-Phosphor-Kalium) ist weniger mysteriös als es scheint. Stickstoff (N) fördert Blattwachstum – wichtig für Blattschmuckpflanzen. Phosphor (P) unterstützt Wurzeln und Blüten. Kalium (K) stärkt die allgemeine Pflanzengesundheit. Ein ausgewogener Dünger (z.B. 7-6-6) deckt alle Bedürfnisse ab.

MonatDüngungHäufigkeitBesonderheiten
Jan-FebKeine-Ruhephase, kein Wachstum
MärzBeginnen1x monatlichSanfter Start mit halber Dosis
Apr-AugAktivAlle 2-4 WochenHauptwachstumsphase
SeptemberReduzieren1x monatlichVorbereitung auf Winter
Okt-DezKeine-Winterruhe

Ein oft übersehener Aspekt: Organischer Dünger ist toleranter als mineralischer. Kompost, Wurmhumus oder organischer Flüssigdünger setzen Nährstoffe langsam frei und vermeiden Überdosierung. Sie füttern außerdem die Mikroorganismen im Boden, die für gesunde Wurzeln essentiell sind. Mineralischer Dünger wirkt schneller, birgt aber höheres Risiko bei Überdosierung.

Zeichen von Nährstoffmangel erkennst Du meist an den Blättern: Gelbe alte Blätter (nicht die untersten, die sind natürlicher Kreislauf) deuten auf Stickstoffmangel hin. Dunkle Flecken oder Nekrosen können auf Kaliummangel hinweisen. Bevor Du aber zum Dünger greifst, prüfe andere Faktoren. Die Nährstoffmängel bei Pflanzen haben oft andere Ursachen wie falsches Gießen oder Lichtmangel.

Topf- und Bodenwahl: Das Fundament des Erfolgs

Der Topf ist nicht nur Dekoration – er ist das Zuhause Deiner Pflanze und beeinflusst maßgeblich ihr Wohlbefinden. Die wichtigste Regel: Jeder Topf MUSS ein Abflussloch haben. Punkt. Kein Kompromiss. Ein Topf ohne Drainage ist ein Wasserreservoir, in dem Wurzeln garantiert faulen werden. Wenn Dir ein dekorativer Übertopf ohne Loch gefällt, verwende ihn als äußere Hülle für einen inneren Topf mit Drainage.

Die Topfgröße ist ebenfalls entscheidend. Ein zu großer Topf speichert zu viel Feuchtigkeit, was zu Wurzelfäule führt. Ein zu kleiner Topf engt die Wurzeln ein und trocknet schnell aus. Als Faustregel gilt: Der neue Topf sollte 2-4 cm größer im Durchmesser sein als der alte. Umgetopft wird, wenn Wurzeln aus dem Abflussloch wachsen oder die Pflanze nach dem Gießen innerhalb eines Tages wieder trocken ist.

Das Substrat ist die Lebensgrundlage Deiner Pflanze. Normale Blumenerde aus dem Baumarkt ist für die meisten Zimmerpflanzen völlig ausreichend – solange sie hochwertig ist. Achte auf lockere, luftige Struktur. Verdichtete, schwere Erde führt zu Staunässe und Sauerstoffmangel an den Wurzeln. Qualitätserde riecht frisch und erdig, nie modrig oder nach Ammoniak.

Ein professioneller Trick: Mische 20-30% Perlite oder groben Sand in die Blumenerde. Das verbessert die Drainage drastisch und verhindert Verdichtung. Für Sukkulenten und Kakteen verwende spezielle Kakteenerde oder mische normale Erde mit 50% Sand. Diese Pflanzen stammen aus trockenen Habitaten und brauchen extrem durchlässiges Substrat.

Erkenne Umtopf-Signale rechtzeitig: Wasser läuft beim Gießen an der Seite herunter statt einzusickern? Die Erde ist zu verdichtet. Pflanze wächst kaum noch, obwohl alle anderen Bedingungen stimmen? Die Wurzeln haben keinen Platz mehr. Die oberste Erdschicht ist mit weißem Belag überzogen? Kalkablagerungen durch hartes Wasser – Zeit für frische Erde.

Vertrauen entwickeln: Von der Angst zur Routine

Der psychologische Aspekt beim Zimmerpflanzen pflegen wird systematisch unterschätzt. Pflanzen spüren Deine Unsicherheit nicht, aber Dein ängstliches Verhalten – ständiges Kontrollieren, übermäßiges Gießen, permanentes Umstellen – schadet ihnen real. Die Entwicklung von Vertrauen ist essentiell, sowohl zu Deinen Fähigkeiten als auch zur Widerstandsfähigkeit der Pflanze.

Beginne mit einer einzigen, unkomplizierten Pflanze. Nicht drei oder fünf – eine. Beobachte sie täglich, aber handle nur einmal pro Woche. Mache am Sonntag (oder einem festen Tag) Deinen Pflanzen-Check: Erde prüfen, auf neue Triebe schauen, Staub von Blättern wischen. Diese Routine gibt Dir Struktur ohne Stress.

Akzeptiere den ersten Blattverlust. Ja, das unterste Blatt wird gelb werden und abfallen. Das ist natürlich. Die Pflanze wirft alte Blätter ab, um Energie zu sparen. Dieses Ereignis ist kein Indikator für Dein Versagen, sondern ein normaler Lebenszyklus. Wenn Du das nicht internalisierst, wird jedes gelbe Blatt zur Krise.

Führe ein simples Pflegetagebuch – nichts Aufwändiges. Notiere in Deinem Kalender, wann Du gegossen hast. Nach einem Monat erkennst Du Muster: "Aha, die Monstera braucht ungefähr alle 8 Tage Wasser." Diese Beobachtungskompetenz ist wertvoller als jeder theoretische Ratschlag. Du lernst DEINE Pflanze unter DEINEN Bedingungen kennen.

Der letzte, befreiende Gedanke: Pflanzen sind keine Investition fürs Leben. Manche werden eingehen, trotz perfekter Pflege. Krankheiten, Schädlinge, genetische Schwächen – manchmal liegt es nicht an Dir. Diese Akzeptanz befreit Dich vom Perfektionsdruck. Du bist kein schlechter Pflanzeneltern, wenn eine Pflanze stirbt. Du bist ein Mensch, der lernt. Auch im Allergene reduzieren können Pflanzen helfen, indem sie die Luftqualität verbessern.

Häufig gestellte Fragen zum Zimmerpflanzen pflegen

Wie oft sollte ich meine Zimmerpflanzen gießen? Es gibt keine universelle Regel. Verwende den Fingertest: Stecke Deinen Finger 2-3 cm tief in die Erde. Ist sie trocken, gieße. Ist sie feucht, warte. Die meisten Zimmerpflanzen sterben an Überwässerung, nicht an Unterbewässerung.

Welche Zimmerpflanzen sind für Anfänger geeignet? Sansevieria, Zamioculcas, Efeutute und Gummibaum sind extrem tolerant gegenüber Pflegefehlern. Sie verzeihen sowohl Trockenheit als auch schlechte Lichtverhältnisse besser als andere Arten.

Meine Pflanze bekommt gelbe Blätter – was mache ich falsch? Gelbe Blätter haben meist drei Ursachen: Überwässerung (häufigste), natürlicher Blattverlust (unterste, älteste Blätter) oder Nährstoffmangel (gleichmäßig über die ganze Pflanze). Prüfe zuerst die Gießroutine.

Brauchen Zimmerpflanzen spezielle Erde? Hochwertige Universal-Blumenerde reicht für die meisten Pflanzen. Kakteen und Sukkulenten brauchen durchlässigeres Substrat. Qualitätserde erkennst Du an lockerer Struktur und frischem Geruch – nie verdichtet oder modrig.

Kann ich Leitungswasser zum Gießen verwenden? In den meisten Regionen ja. Lasse es jedoch 24 Stunden stehen, damit Chlor entweichen und die Temperatur sich angleichen kann. Bei sehr kalkhaltigem Wasser bevorzugen manche Pflanzen gefiltertes Wasser oder Regenwasser.

Wie erkenne ich, ob meine Pflanze zu wenig Licht bekommt? Lange, dünne Triebe mit großen Abständen zwischen Blättern (Geilwuchs), blasses Blattgrün und kaum neues Wachstum sind typische Zeichen. Stelle die Pflanze näher ans Fenster, aber vermeide direktes Sonnenlicht für schattenliebende Arten.

Wann sollte ich meine Pflanze umtopfen? Wenn Wurzeln aus dem Abflussloch wachsen, die Erde sofort nach dem Gießen wieder trocken ist oder die Pflanze kaum noch wächst. Idealerweise im Frühjahr umtopfen, wenn die Wachstumsphase beginnt.

Professionelle Unterstützung für Dein grünes Zuhause

Wenn Du merkst, dass Deine Zimmerpflanzen trotz aller Bemühungen nicht gedeihen, kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. Mit anyhelpnow findest Du erfahrene Gärtner, die Dir nicht nur bei der Pflanzenpflege helfen, sondern auch wertvolle Tipps für die spezifischen Bedingungen in Deinem Zuhause oder Büro geben können.

Für umfassendere Gartenarbeiten oder die professionelle Gestaltung von Grünflächen vermittelt anyhelpnow qualifizierte Garten- und Landschaftsbauer, die Deine Vorstellungen vom perfekten Grün in die Realität umsetzen. Sie beraten Dich auch zu pflegeleichten Pflanzenkonzepten, die zu Deinem Lebensstil passen.

Falls Schädlinge oder Krankheiten Deine Pflanzen befallen haben und Du nicht weiterkommst, findest Du über anyhelpnow erfahrene Schädlingsbekämpfer, die mit umweltschonenden Methoden arbeiten und Deine grüne Oase retten können. Auch für größere Projekte wie das Anlegen von Beeten oder die Optimierung der Bewässerung stehen Dir Profis zur Seite.

Manchmal braucht es einfach den Blick eines Experten, um die spezifischen Probleme in Deiner Wohnung zu identifizieren. Ob trockene Heizungsluft, zu wenig natürliches Licht oder Bodenverhältnisse – professionelle Gärtner erkennen solche Faktoren sofort und entwickeln mit Dir gemeinsam Lösungsstrategien, die nachhaltig funktionieren.

Dein Weg zum grünen Daumen beginnt heute

Die Wahrheit über das Zimmerpflanzen pflegen ist befreiend: Es ist weit weniger kompliziert, als die Pflanzenindustrie Dich glauben machen will. Du brauchst keine teuren Gadgets, keine komplizierten Zeitpläne und schon gar kein angeborenes Talent. Was Du brauchst, ist die Bereitschaft zu beobachten, die Geduld zu warten und das Vertrauen, dass weniger oft mehr ist.

Die sieben Tipps in diesem Artikel sind keine starren Regeln, sondern Leitlinien für Deine individuelle Beziehung zu Deinen Pflanzen. Die Monstera Deiner Nachbarin braucht vielleicht andere Pflege als Deine, weil ihre Wohnung südlich ausgerichtet ist, während Du ein Nordfenster hast. Das ist okay. Pflanzen sind lebendige Individuen, keine Maschinen mit Betriebsanleitung.

Der größte Durchbruch kommt, wenn Du aufhörst, Deine Pflanzen als Verantwortung zu sehen, und beginnst, sie als stille Mitbewohner zu betrachten. Sie stellen keine Ansprüche, sie beschweren sich nicht – sie existieren einfach. Diese Genügsamkeit ist ihre größte Stärke. Deine Aufgabe ist nicht, sie glücklich zu machen (sie haben keine Gefühle), sondern ihre Grundbedürfnisse zu decken: Wasser, Licht, gelegentlich Nährstoffe.

Beginne noch heute mit einer einzigen Pflanze. Nicht morgen, nicht wenn Du "besser vorbereitet" bist – heute. Kaufe eine Efeutute oder Sansevieria, stelle sie ans Fenster und gieße sie einmal pro Woche. Das ist alles. In drei Monaten wirst Du zurückblicken und erstaunt sein, wie sehr diese eine Pflanze nicht nur gewachsen ist, sondern auch Dein Selbstvertrauen.

Deine Wohnung verdient das Grün, das Leben, die Sauerstoffproduktion. Und Du verdienst die Zufriedenheit, die es bringt, etwas wachsen zu sehen, das Du selbst pflegst. Der grüne Daumen ist keine angeborene Gabe – er ist eine Fähigkeit, die Du mit jeder Pflanze entwickelst. Fang an.

Das Neueste aus unserem Ratgeber

Zum Ratgeber

Du möchtest mehr erfahren?

Melde Dich mit Deiner E-Mail bei uns an, wir kontaktieren Dich gerne.

Kontaktformular