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Notrufknopf für Senioren: Sicherheit auf Knopfdruck im Notfall

Notrufknopf für Senioren: Sicherheit auf Knopfdruck im Notfall

15.12.2025

Lesezeit 8 Minuten

Zusammenfassung

Aufklärung über Notrufknöpfe für Senioren zur Unterstützung bei der Kaufentscheidung und Demonstration wie diese Geräte sowohl Sicherheit als auch Unabhängigkeit fördern können

Zusammenfassung

Aufklärung über Notrufknöpfe für Senioren zur Unterstützung bei der Kaufentscheidung und Demonstration wie diese Geräte sowohl Sicherheit als auch Unabhängigkeit fördern können

Stell Dir vor, Du stürzt in Deiner Wohnung und kannst nicht mehr alleine aufstehen. Das Telefon liegt im anderen Zimmer. Niemand hört Dich rufen. Genau diese Angst teilen viele ältere Menschen – und mit ihnen ihre Angehörigen. Doch was wäre, wenn Du mit einem einfachen Knopfdruck sofort professionelle Hilfe rufen könntest, ohne Dein Smartphone suchen oder eine Nummer wählen zu müssen?

Ein Notrufknopf Senioren ist weit mehr als nur ein technisches Hilfsmittel. Er ist ein Versprechen an Deine Unabhängigkeit, ein Sicherheitsnetz für Deine Liebsten und ein Werkzeug, das Dir ermöglicht, weiterhin selbstbestimmt in Deinen eigenen vier Wänden zu leben. Während viele Ratgeber sich auf technische Details konzentrieren, übersehen sie das Wichtigste: Die emotionale Sicherheit, die ein Notrufsystem für Senioren sowohl Dir als auch Deinen Angehörigen gibt.

In diesem umfassenden Test erfährst Du alles über die besten Hausnotrufsysteme 2025, wie Du das passende System für Deine Bedürfnisse findest und welche Kosten die Krankenkasse übernimmt. Am Ende wirst Du genau wissen, welcher Seniorennotruf Deine Selbstständigkeit am besten unterstützt.

Was ist ein Notrufknopf für Senioren und wie funktioniert er?

Der Notfallknopf Senioren ist ein Kommunikationsgerät, das im Notfall mit einem einzigen Tastendruck Hilfe herbeiruft. Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Du trägst einen kleinen Sender am Körper – meist als Armband, Kette oder Clip – und kannst jederzeit eine Verbindung zu einer 24-Stunden-Notrufzentrale herstellen.

Der größte Vorteil liegt in der Bedienfreundlichkeit. Keine komplizierten Menüs, keine PIN-Codes, keine Smartphone-Kenntnisse erforderlich. Ein Druck genügt, und innerhalb von Sekunden meldet sich ein geschulter Mitarbeiter, der Deine Situation einschätzt und entsprechende Maßnahmen einleitet. Diese können von einem beruhigenden Gespräch über die Benachrichtigung von Angehörigen bis hin zum Notruf von Rettungskräften reichen.

Die moderne Technologie hat Hausnotrufsysteme erheblich verbessert. Viele Geräte sind heute wasserdicht und können auch in der Dusche oder Badewanne getragen werden – genau dort, wo Stürze besonders häufig passieren. Die Batterielaufzeit beträgt meist mehrere Jahre, sodass Du nicht ständig ans Aufladen denken musst.

Stationäre vs. mobile Systeme im direkten Vergleich

Bei der Wahl Deines Notrufknopf Senioren Systems stehst Du vor einer grundlegenden Entscheidung: Möchtest Du ausschließlich zu Hause geschützt sein oder auch unterwegs Sicherheit genießen? Diese Frage bestimmt, ob ein stationäres Hausnotrufsystem oder ein mobiles GPS-System mit Notrufarmband Senioren für Dich geeignet ist.

Stationäre Systeme bestehen aus einer Basisstation in Deiner Wohnung und einem tragbaren Funksender. Die Reichweite beträgt typischerweise 30-50 Meter, deckt also Deine Wohnung und oft auch den Garten oder Balkon ab. Der Vorteil: absolute Zuverlässigkeit innerhalb dieses Bereichs, keine Mobilfunkprobleme und meist günstigere monatliche Kosten.

Mobile Systeme funktionieren wie ein Mini-Smartphone mit GPS-Ortung. Du kannst sie überallhin mitnehmen – beim Spaziergang, beim Einkaufen oder auf Reisen. Die Notrufzentrale sieht auf einen Blick, wo Du Dich befindest, und kann entsprechend reagieren. Besonders für aktive Senioren, die ihr Leben weiterhin mobil gestalten möchten, ist diese Freiheit unbezahlbar.

EigenschaftStationärer HausnotrufMobiler GPS-Notruf
Reichweite30-50m (Wohnung)Unbegrenzt mit Mobilfunk
OrtungKeineGPS-genau
Monatliche Kosten20-30€30-50€
Batterielebensdauer3-5 Jahre3-7 Tage (Aufladen nötig)
Ideal fürHauptsächlich zu HauseAktive, mobile Senioren

Intelligente Zusatzfunktionen: Sturzerkennung und mehr

Moderne Notrufsysteme gehen weit über den einfachen Notrufknopf hinaus. Die automatische Sturzerkennung ist dabei die wichtigste Innovation: Sensoren im Gerät erkennen typische Sturzbewegungen und lösen automatisch Alarm aus, auch wenn Du selbst nicht mehr in der Lage bist, den Knopf zu drücken. Diese Funktion kann lebensrettend sein, denn je schneller Hilfe eintrifft, desto besser sind die Heilungschancen.

Weitere hilfreiche Features umfassen Medikamentenerinnerungen, Vitalwert-Monitoring und sogar Geofencing-Funktionen bei mobilen Systemen. Letztere informieren Angehörige, wenn Du einen vordefinierten Bereich verlässt – besonders wichtig bei beginnender Demenz oder Orientierungsproblemen.

Die verschiedenen Arten von Notrufsystemen im Detail

Die Vielfalt der verfügbaren Systeme kann auf den ersten Blick überwältigend wirken. Doch jeder Typ hat seine spezifischen Stärken und ist für bestimmte Lebenssituationen optimiert. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft Dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen, die zu Deinem Lebensstil passt.

Klassische Hausnotrufsysteme

Der traditionelle Hausnotruf Senioren besteht aus einer Basisstation, die mit Deinem Telefonanschluss verbunden wird, und einem Funksender, den Du am Körper trägst. Diese bewährte Technologie funktioniert seit Jahrzehnten zuverlässig und ist das am weitesten verbreitete System in Deutschland.

Die Basisstation verfügt über einen Lautsprecher und ein Mikrofon, sodass Du mit der Notrufzentrale sprechen kannst, ohne ans Telefon gehen zu müssen. Selbst wenn Du im Bad gestürzt bist und die Basisstation im Wohnzimmer steht, ist die Gesprächsverbindung meist ausreichend gut. Die meisten Geräte haben eine Freisprechfunktion mit ausgezeichneter Akustik.

Ein besonderer Vorteil: Diese Systeme funktionieren auch bei Stromausfall, da sie über Notstrom-Akkus verfügen. Für ältere Menschen, die hauptsächlich zu Hause sind und keinen Wert auf Mobilität legen, ist dies oft die optimale und kostengünstigste Lösung. Die Verbindung zu Smart Home Systemen ist bei modernen Modellen ebenfalls möglich.

Mobile GPS-Notrufsysteme

Für Senioren, die ihre Mobilität und Unabhängigkeit bewahren möchten, sind mobile Systeme eine hervorragende Wahl. Diese Geräte kombinieren Mobilfunktechnologie mit GPS-Ortung und ermöglichen es Dir, überall geschützt zu sein – beim morgendlichen Spaziergang, beim Besuch bei Freunden oder auf Reisen.

Die Funktionsweise ist einfach: Das Gerät baut über das Mobilfunknetz eine Verbindung zur Notrufzentrale auf. Dank GPS wissen die Mitarbeiter sofort, wo Du Dich befindest, und können entsprechend reagieren. Bei einem Notruf im Park wird der Rettungsdienst direkt an Deinen Standort geschickt, ohne dass Du umständlich erklären musst, wo Du bist.

Moderne mobile Notrufsysteme sind längst nicht mehr klobig und auffällig. Viele Modelle sind dezent gestaltet und sehen aus wie eine normale Armbanduhr oder ein Schmuckstück. Die Akkulaufzeit variiert je nach Modell zwischen 3 und 7 Tagen. Wichtig ist, dass Du eine regelmäßige Laderoutine entwickelst – am besten jeden Abend beim Zähneputzen.

Smartwatch-Lösungen für technikaffine Senioren

Die neueste Generation von Notrufsystemen nutzt Smartwatch-Technologie. Modelle wie die Apple Watch mit Sturzerkennung oder spezielle Senioren-Smartwatches bieten nicht nur Notruffunktionen, sondern auch weitere Gesundheitsfeatures wie Herzfrequenzmessung, Schlafüberwachung und Aktivitätstracking.

Der Vorteil: Diese Geräte wirken modern und nicht stigmatisierend. Viele Senioren tragen sie gerne, weil sie nicht das Gefühl vermitteln, "alt und hilfsbedürftig" zu sein. Die Bedienung erfordert allerdings eine gewisse Technikaffinität und die Bereitschaft, sich mit digitalen Schnittstellen auseinanderzusetzen.

Wichtig zu wissen: Nicht alle Smartwatches sind mit professionellen Notrufzentralen verbunden. Manche rufen nur Angehörige an oder setzen einen Notruf über die lokale 112 ab. Professionelle Hausnotrufsysteme bieten jedoch den Vorteil geschulter Mitarbeiter, die die Situation einschätzen und angemessen reagieren können.

Dezente Alternativen für diskrete Nutzer

Viele Senioren scheuen sich, ein offensichtliches Notrufgerät zu tragen, weil sie nicht als hilfsbedürftig wahrgenommen werden möchten. Für diese Gruppe gibt es dezente Alternativen, die kaum von normalem Schmuck zu unterscheiden sind.

Notrufketten können wie normale Halsketten getragen werden, Clip-Varianten lassen sich unauffällig an der Kleidung befestigen, und manche Systeme sind sogar in Schlüsselanhänger integriert. Die Funktionalität bleibt dabei vollständig erhalten, nur die Optik ist unauffälliger.

SystemtypDiskretionMobilitätTechnikaufwandMonatliche Kosten
Klassischer HausnotrufMittelNiedrigSehr gering20-30€
GPS-MobilnotrufMittelHochGering30-50€
SmartwatchHochHochMittel-Hoch25-45€ + Gerät
Dezente VariantenSehr hochVariabelGering25-40€

Die besten Anbieter 2025 im objektiven Test

Der deutsche Markt für Notrufsysteme für Senioren ist vielfältig. Während etablierte Wohlfahrtsverbände durch Tradition und Vertrauen punkten, bringen spezialisierte Unternehmen innovative Technologien und moderne Servicekonzepte ein. Die Wahl des richtigen Anbieters ist mindestens ebenso wichtig wie die Wahl des Systems selbst.

Etablierte Wohlfahrtsverbände

Die traditionellen Anbieter – Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund – haben jahrzehntelange Erfahrung im Notrufdienst. Ihre größte Stärke liegt in der regionalen Verankerung und der Verfügbarkeit zusätzlicher Dienstleistungen wie ambulanter Pflege oder Menü-Service.

Der Johanniter Hausnotruf gilt als besonders zuverlässig und bietet neben der Standard-Notrufzentrale auch lokale Bereitschaftsdienste, die im Notfall schnell vor Ort sein können. Diese persönliche Komponente schätzen viele Nutzer sehr. Die monatlichen Kosten liegen bei etwa 23-29 Euro für das Basis-System, Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung kosten extra.

Malteser und DRK bieten ähnliche Services zu vergleichbaren Preisen. Der Vorteil: Als gemeinnützige Organisationen sind sie nicht primär gewinnorientiert und bieten oft flexible Lösungen für Menschen mit geringem Einkommen. Die Technik ist solide und bewährt, auch wenn sie nicht immer auf dem neuesten Stand ist.

Spezialisierte Notrufdienste

Unternehmen wie Libify, Vitakt und Zembro haben sich auf moderne Notruftechnologie spezialisiert und bieten oft innovativere Lösungen als die traditionellen Anbieter. Ihre Stärke liegt in der Kombination von Hardware und Software, benutzerfreundlichen Apps für Angehörige und der Integration mit Smart Home Technologie.

Libify beispielsweise setzt auf ein schlankes, modernes Design und bietet ein Armband mit GPS, das kaum von einer normalen Uhr zu unterscheiden ist. Die App ermöglicht es Angehörigen, jederzeit den Standort zu sehen und bei Bedarf auch direkt mit dem Senior zu kommunizieren. Die monatlichen Kosten von 35-45 Euro liegen etwas höher, dafür erhältst Du modernste Technologie.

Vitakt fokussiert sich auf automatische Sturzerkennung mit besonders hoher Genauigkeit. Ihr System lernt die normalen Bewegungsmuster und kann echte Stürze von alltäglichen Bewegungen unterscheiden. Das reduziert Fehlalarme erheblich – ein Problem, das bei vielen Systemen mit Sturzerkennung auftritt.

Servicequalität als Entscheidungskriterium

Bei Notrufsystemen zählt nicht nur die Technik, sondern vor allem der Service. Die beste Hardware nützt nichts, wenn die Notrufzentrale nicht professionell reagiert oder überlastet ist. Achte deshalb auf diese Qualitätsmerkmale:

Die durchschnittliche Reaktionszeit sollte unter 60 Sekunden liegen. Professionelle Anbieter garantieren, dass innerhalb dieser Zeit ein Mitarbeiter reagiert. Die Notrufzentrale sollte 24/7 besetzt sein, nicht nur zu Geschäftszeiten. Die Mitarbeiter sollten geschult sein im Umgang mit Senioren und auch bei Sprachschwierigkeiten oder Verwirrung professionell reagieren können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erreichbarkeit bei technischen Problemen. Kann der technische Support auch am Wochenende kontaktiert werden? Gibt es einen Vor-Ort-Service, falls das Gerät defekt ist? Diese Fragen solltest Du vor Vertragsabschluss klären.

AnbieterReaktionszeit24/7-ServiceRegionale PräsenzBewertung 2025
Johanniter<60 Sek.JaSehr hoch4,5/5
DRK<60 Sek.JaSehr hoch4,3/5
Libify<45 Sek.JaMittel4,4/5
Vitakt<50 Sek.JaMittel4,6/5
Malteser<60 Sek.JaHoch4,4/5

Kosten, Finanzierung und Krankenkassen-Zuschüsse

Die Kosten für einen Notrufknopf Senioren sind überschaubarer, als viele denken. Und das Beste: Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse einen Großteil der Ausgaben. Diese finanzielle Unterstützung macht Notrufsysteme für fast jeden bezahlbar.

Kostenstruktur im Überblick

Ein typisches Hausnotrufsystem verursacht drei Arten von Kosten: Einmalige Anschlussgebühren, monatliche Grundgebühren und gegebenenfalls Zusatzkosten für Sonderfunktionen. Die Anschlussgebühr liegt meist zwischen 10 und 80 Euro und deckt die Installation und Einrichtung des Systems ab. Manche Anbieter verzichten darauf komplett, andere berechnen sie nur, wenn Du den Vertrag vor Ablauf einer Mindestlaufzeit kündigst.

Die monatliche Grundgebühr für ein Basis-System bewegt sich zwischen 20 und 30 Euro. Darin enthalten sind die 24-Stunden-Notrufbereitschaft, die Gerätemiete und der technische Service. Mobile GPS-Systeme kosten aufgrund der Mobilfunkkosten meist 10-20 Euro mehr pro Monat.

Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung (5-10 Euro/Monat), erweiterte Sturzerkennung (5-15 Euro/Monat) oder zusätzliche Notfallkontakte kommen on top. Rechne also mit Gesamtkosten zwischen 25 und 50 Euro monatlich, je nach System und Ausstattung.

Krankenkassen-Zuschüsse: So bekommst Du sie

Hier kommt die gute Nachricht: Wenn Du einen anerkannten Pflegegrad hast, übernimmt die Pflegekasse den Großteil der Kosten für ein Hausnotrufsystem. Die Pflegekasse zahlt die Anschlussgebühr (bis zu 10,49 Euro) einmalig und die monatliche Grundgebühr (bis zu 25,50 Euro) dauerhaft. Du zahlst nur etwa 5-10 Euro Eigenanteil pro Monat.

Wichtig: Diese Förderung gilt nur für vom GKV-Spitzenverband zugelassene Anbieter und für Personen, die einen Großteil des Tages alleine zu Hause sind. Wenn Du mit Angehörigen zusammenlebst, die Dich jederzeit versorgen können, lehnt die Kasse den Antrag in der Regel ab. Ähnlich wie bei der Haushaltshilfe Krankenkasse musst Du bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Der Antrag ist unkompliziert: Fülle das Formular Deiner Pflegekasse aus, reiche eine ärztliche Verordnung ein (nicht immer erforderlich, aber hilfreich) und warte auf die Bewilligung. Die meisten Kassen entscheiden innerhalb von 2-4 Wochen. Bei Ablehnung kannst Du Widerspruch einlegen.

Steuerliche Absetzbarkeit und weitere Fördermöglichkeiten

Auch ohne Pflegegrad kannst Du von finanziellen Erleichterungen profitieren. Die Kosten für ein Notrufsystem sind als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar. Bewahre alle Rechnungen auf und reiche sie mit Deiner Steuererklärung ein. Je nach Einkommen und weiteren Gesundheitskosten kannst Du hier mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Manche Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme für seniorengerechtes Wohnen. Informiere Dich bei Deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung über lokale Zuschüsse. Auch private Pflegezusatzversicherungen übernehmen manchmal die Kosten für Notrufsysteme – ein Blick in Deine Versicherungsunterlagen lohnt sich.

KostenartOhne PflegegradMit PflegegradEigenanteil
Anschluss10-80€0€ (Kasse zahlt)0€
Monatlich Basis20-30€5-10€5-10€
GPS-Zusatz+15-20€+15-20€+15-20€
Sturzerkennung+5-15€+5-15€+5-15€
Jährlich Gesamt240-600€60-240€60-240€

Installation und erste Schritte mit Deinem Notrufsystem

Die Installation eines Hausnotruf Senioren Systems ist weitaus unkomplizierter, als Du vielleicht denkst. Die meisten Anbieter übernehmen den gesamten Prozess und richten alles so ein, dass Du nur noch den Notrufknopf drücken musst – ohne technisches Know-how oder komplizierte Bedienungsanleitungen.

Der Installationsprozess Schritt für Schritt

Nach Vertragsabschluss vereinbarst Du einen Installationstermin. Ein geschulter Techniker kommt zu Dir nach Hause und bringt alle benötigten Geräte mit. Bei stationären Systemen wird die Basisstation an eine Steckdose und Deinen Telefonanschluss angeschlossen – das dauert etwa 15 Minuten.

Der Techniker testet die Funkreichweite in allen Räumen Deiner Wohnung, um sicherzustellen, dass der Notrufknopf überall funktioniert. Er erklärt Dir die Bedienung (die wirklich simpel ist) und führt einen Testanruf mit der Notrufzentrale durch, damit Du weißt, wie es abläuft. Dieser persönliche Service ist im Preis inbegriffen und nimmt Dir jegliche Unsicherheit.

Bei mobilen Systemen entfällt die Installation meist ganz. Du erhältst das Gerät per Post, lädst es auf, schaltest es ein und fertig. Die Notrufzentrale ist bereits programmiert. Manche Anbieter bieten dennoch einen Hausbesuch an, um Dir die Bedienung zu erklären – besonders empfehlenswert, wenn Du nicht technikaffin bist.

Training und Gewöhnung an das System

Der häufigste Fehler: Das Gerät liegt unbenutzt in der Schublade, weil Du Dich nicht daran gewöhnt hast. Trage den Notrufknopf vom ersten Tag an konsequent – wie eine Armbanduhr oder Halskette. Nur wenn Du ihn wirklich immer dabei hast, schützt er Dich auch.

Übe den Notruf einmal pro Monat. Die meisten Anbieter ermutigen sogar dazu und haben dafür eine Test-Funktion. So bleibst Du vertraut mit dem Ablauf und die Notrufzentrale kann überprüfen, ob alles funktioniert. Diese Routine gibt Dir zusätzliche Sicherheit und nimmt die Hemmung, im Ernstfall tatsächlich den Knopf zu drücken.

Informiere auch Deine Angehörigen über das System. Gib der Notrufzentrale deren Kontaktdaten, damit sie im Notfall informiert werden können. Viele Senioren fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass ihre Kinder automatisch benachrichtigt werden, falls etwas passiert. Die richtige Pflegegrad-Einstufung kann dabei helfen, alle Unterstützungsleistungen optimal zu nutzen.

Wartung und technischer Support

Moderne Notrufsysteme sind wartungsarm. Die Geräte melden sich automatisch bei der Notrufzentrale, wenn die Batterie schwach wird oder technische Probleme auftreten. Du musst Dich um nichts kümmern. Einmal jährlich findet meist eine Routineüberprüfung statt, bei der der Techniker die Funktion testet und gegebenenfalls Batterien wechselt.

Bei Problemen steht Dir der technische Support zur Verfügung. Die meisten Anbieter haben eine kostenlose Hotline, die Du rund um die Uhr erreichen kannst. Oft können Probleme telefonisch gelöst werden. Falls nicht, kommt ein Techniker vorbei – bei vertragsgemäßer Nutzung meist kostenlos.

Welches Notrufsystem passt zu mir? Häufig gestellte Fragen

Funktioniert ein Notrufsystem auch ohne Festnetzanschluss? Ja, moderne Systeme können auch über Mobilfunk arbeiten. Mobile Notrufsysteme nutzen ohnehin das Handynetz, und auch für stationäre Systeme gibt es Mobilfunk-Basisstationen als Alternative zum Festnetzanschluss.

Wie schnell kommt Hilfe, wenn ich den Notrufknopf drücke? Die Notrufzentrale reagiert innerhalb von 30-60 Sekunden. Wie schnell dann tatsächlich jemand bei Dir ist, hängt von der Situation ab. Bei medizinischen Notfällen wird sofort der Rettungsdienst alarmiert, bei kleineren Problemen kommen oft zuerst Angehörige oder ein lokaler Bereitschaftsdienst.

Was passiert, wenn ich versehentlich den Notrufknopf drücke? Gar nichts Schlimmes! Die Notrufzentrale meldet sich, Du erklärst den Irrtum, und das war's. Fehlalarme passieren gelegentlich und sind kein Problem. Wichtig ist nur, dass Du reagierst, wenn sich die Zentrale meldet, damit sie weiß, dass Dir nichts passiert ist.

Kann ich mit dem Notrufsystem auch unter der Dusche? Die meisten modernen Geräte sind wasserdicht nach IP67- oder IP68-Standard. Das bedeutet, Du kannst damit duschen und baden. Prüfe dies aber vor dem Kauf, denn gerade im Badezimmer passieren viele Stürze.

Brauche ich einen Pflegegrad für die Kostenübernahme? Ja, für die Bezuschussung durch die Pflegekasse benötigst Du mindestens Pflegegrad 1. Ohne Pflegegrad musst Du die Kosten selbst tragen, kannst sie aber steuerlich geltend machen. Die Beantragung eines Pflegegrads ist oft einfacher als gedacht – sprich mit Deinem Arzt darüber.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hausnotruf und der 112? Ein Hausnotruf verbindet Dich mit einer spezialisierten Notrufzentrale, die Deine medizinische Vorgeschichte kennt und einschätzen kann, ob wirklich ein Notarzt nötig ist oder ob andere Hilfe ausreicht. Die 112 leitet immer den Rettungsdienst weiter, auch wenn das vielleicht gar nicht nötig wäre.

Wie lange hält die Batterie des Notrufknopfs? Bei stationären Systemen halten die Batterien im Funksender 3-5 Jahre. Mobile GPS-Geräte müssen alle 3-7 Tage aufgeladen werden, je nach Modell und Nutzung. Das Gerät erinnert Dich rechtzeitig daran.

Deine Sicherheit beginnt jetzt: Der nächste Schritt

Ein Notrufknopf Senioren ist mehr als nur Technik – er ist Freiheit, Sicherheit und die Gewissheit, dass im Ernstfall Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt ist. Du hast jetzt alle Informationen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen: Du kennst die verschiedenen Systemtypen, weißt, welche Anbieter zuverlässig sind, und verstehst, wie die Finanzierung funktioniert.

Der wichtigste Schritt ist, überhaupt aktiv zu werden. Viele Senioren zögern aus Angst, als hilfsbedürftig zu gelten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ein Notrufsystem ermöglicht Dir, länger selbstständig zu leben, weil Du und Deine Angehörigen die Gewissheit haben, dass im Notfall sofort Hilfe da ist.

Beginne damit, zwei oder drei Anbieter zu kontaktieren und Dir unverbindliche Angebote einzuholen. Die meisten bieten kostenlose Beratungsgespräche an, bei denen Du alle Deine Fragen stellen kannst. Vergleiche nicht nur die Preise, sondern auch den Service und das Gefühl, das Dir die Anbieter vermitteln.

Mit anyhelpnow findest Du kompetente Gesundheitsberater, die Dich bei der Auswahl des richtigen Notrufsystems unterstützen. Unsere Experten helfen Dir dabei, einen personalisierten Plan zu erstellen, der zu Deiner spezifischen Lebenssituation passt und alle verfügbaren Fördermöglichkeiten optimal nutzt.

Wenn Dein Zuhause noch weitere Anpassungen für mehr Sicherheit benötigt, vermittelt anyhelpnow qualifizierte Handwerker, die barrierefreie Umbauten vornehmen können. Auch bei der Integration moderner Smart Home Technologie für mehr Komfort und Sicherheit stehen Dir erfahrene Elektriker zur Seite.

Für Angehörige, die zusätzliche Unterstützung bei der Betreuung benötigen, bietet anyhelpnow auch Zugang zu professionellen Haushaltshilfen, die sich um die alltäglichen Aufgaben kümmern und so Deine Selbstständigkeit noch besser erhalten.

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