Elektriker in Deiner Nähe: Preise kennen, Fachbetriebe vergleichen
Du brauchst eine neue Steckdose, einen sicheren Sicherungskasten oder eine Wallbox? Hier siehst Du, was Elektriker pro Stunde verlangen, was typische Arbeiten als Festpreis kosten und woran Du einen eingetragenen Fachbetrieb erkennst. Beschreib kurz Dein Vorhaben und erhalte kostenlos unverbindliche Angebote.
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Was kostet ein Elektriker?
Kleine Arbeiten rechnen Elektrofachbetriebe meist nach Stunden ab, dazu kommen Anfahrt und Material. Für typische Aufträge wie eine neue Steckdose, einen Herdanschluss oder eine Wallbox nennen viele einen Festpreis. Im Stundensatz steckt mehr als der Lohn: Messgeräte, Fahrzeug und die Zeit, die Anlage nach der Arbeit zu prüfen und das zu dokumentieren.
Teuer wird es selten durch den Stundensatz, sondern durch Überraschungen: eine alte Leitung ohne Schutzleiter, ein voller Sicherungskasten ohne freien Platz, ein Schlitz in Beton statt in Putz. Ein guter Betrieb schaut sich die Anlage vorher an oder lässt sich Fotos vom Sicherungskasten schicken.
Den Stundensatz für Deine Region siehst Du auf der Seite Deiner Stadt, Festpreise für typische Arbeiten in der Tabelle darunter.
Marktrichtwerte: Stundensatz und typische Festpreise
| Leistung | Marktrichtwert | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Stundensatz Elektrofachbetrieb | rund 46–92 € pro Stunde, netto | Region, Meister oder Geselle; Grundlage aller Zeilen darunter |
| Anfahrt | rund 20–50 € pauschal | Entfernung; manche Betriebe rechnen nach Kilometern |
| Steckdose oder Schalter tauschen | rund 40–80 € mit Material | vorhandene Dose, Stückzahl |
| Steckdose neu setzen, unter Putz | rund 100–180 € mit Material | Wand, Leitungsweg, Schlitz |
| Herd oder Induktionskochfeld anschließen | rund 80–180 € | Starkstromdose vorhanden oder nicht |
| Durchlauferhitzer elektrisch anschließen | rund 200–400 € | eigener Stromkreis nötig |
| E-Check von Wohnung oder Haus | rund 120–250 € | Zahl der Stromkreise, Protokoll |
| Sicherungskasten (Unterverteilung) im Einfamilienhaus erneuern | rund 1.500–2.800 € mit Montage | Reihen, FI-Schalter, Überspannungsschutz; Zählerschrank extra |
| Wallbox 11 kW mit Gerät und Installation, Einfamilienhaus | grob 1.200–3.500 € | Kabelweg, Zählerschrank, Gerät |
| Elektrik im Bestand komplett erneuern | rund 80–140 € pro m² | Stemmarbeiten, Zahl der Steckdosen, Unterverteilung |
Marktrichtwerte, Stand 10/2026. Der Stundensatz ist netto und aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit abgeleitet (Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Bezugsjahr 2025), regional gestaffelt.
Die Festpreise sind Richtwerte aus Ratgeber- und Preisportalen inklusive Material. Ob mit oder ohne Mehrwertsteuer, geben die Quellen nicht einheitlich an. Die Wallbox-Spanne stammt aus einer Auswertung des ADAC (06/2026). Einsätze nachts und am Wochenende werden mit Zuschlägen berechnet.
Elektriker-Angebote vergleichen: was drinstehen sollte
Zwei Angebote für dieselbe Arbeit können weit auseinanderliegen, ohne dass einer der Betriebe unfair rechnet. Meist beschreiben sie verschiedene Leistungen. Ein belastbares Angebot nennt die Zahl der Steckdosen, Schalter und Stromkreise, die Leitungswege und ob unter oder auf Putz verlegt wird.
Dann kommen die Posten, an denen Preise auseinanderlaufen: Anfahrt, Schlitze stemmen und wieder schließen, Material, der Umbau im Sicherungskasten. Vor der Inbetriebnahme wird eine neue oder geänderte Anlage geprüft und gemessen, das Ergebnis steht in einem Prüfprotokoll. Frag, ob diese Prüfung im Preis enthalten ist.
Klär auch, wer den Putz nach dem Stemmen schließt und wer Staub und Reste mitnimmt. Mit diesen Angaben vergleichst Du Leistungen statt Summen.
Altbau, Sicherungskasten, FI-Schalter: was Deine Anlage braucht
Ob eine Anlage erneuert werden sollte, zeigt meist der Sicherungskasten. Schraubsicherungen aus Porzellan, kein FI-Schalter und zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter sind typisch für ältere Häuser. Solche Anlagen haben Bestandsschutz, solange sie sicher funktionieren. Wird erweitert oder umgebaut, führt der Betrieb den neuen Teil nach heutigem Stand aus.
Ein FI-Schalter trennt den Strom, wenn Strom über einen Menschen abfließt. Für neue Steckdosenkreise in Wohnungen ist er seit 2009 Pflicht. Ihn nachzurüsten ist oft die günstigste Verbesserung an einer alten Anlage, wenn im Kasten Platz ist und die Leitungen einen Schutzleiter haben. Fehlt beides, wird daraus schnell eine neue Unterverteilung. Muss auch der Zählerschrank neu, gelten die Anschlussregeln des Netzbetreibers.
Fotografier vor der Anfrage den Sicherungskasten und den Zählerschrank, ohne etwas abzuschrauben. Damit kann der Betrieb einschätzen, ob ein Tausch reicht.
Wallbox installieren lassen: Anmeldung, Zählerschrank, Kosten
Eine Wallbox schließt immer ein Elektrofachbetrieb an. Vor der Inbetriebnahme wird sie beim Netzbetreiber gemeldet, über 12 kVA, also bei 22 kW, braucht sie seine Zustimmung. Neue Wallboxen müssen steuerbar sein: Droht eine Überlastung des Netzes, darf der Netzbetreiber die Leistung zeitweise auf 4,2 kW drosseln. Dafür zahlst Du ein ermäßigtes Netzentgelt.
Was die Installation kostet, hängt vor allem am Weg zwischen Zählerschrank und Stellplatz. Laut ADAC kostet die Montage im Einfamilienhaus meist 500 bis 3.000 €, mit Gerät sind grob 1.200 bis 3.500 € realistisch. Teuer wird es bei langen Kabelwegen, Erdarbeiten oder einem Zählerschrank, der erneuert werden muss.
Schick in der Anfrage Fotos vom Zählerschrank und vom Stellplatz und nenn die Entfernung dazwischen.
So erkennst Du einen guten Elektriker
Elektrotechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Wer einen Elektrobetrieb führt, ist in der Handwerksrolle eingetragen, in der Regel mit Meisterbrief. Für die Anlage hinter dem Hausanschluss gilt zusätzlich: Außer dem Netzbetreiber darf dort nur ein Unternehmen arbeiten, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers steht. Frag danach, vor allem bei Zählerschrank, Wallbox und neuer Installation.
Beim Termin zeigt sich der Rest. Ein guter Elektriker schaut sich Sicherungskasten und Leitungen an, erklärt, was er vorfindet, und nennt dann einen Preis. Nach der Arbeit misst er nach. Frag nach dem Prüfprotokoll.
Auf anyhelpnow sind die Betriebe geprüft und verifiziert. Sie sind als Gewerbe angemeldet und rechnen mit Rechnung ab, das ist Deine Grundlage für den Anspruch auf Gewährleistung.
Was ein Elektriker übernimmt, und was nicht
Viele fragen nur eine Steckdose an. Ein Elektrofachbetrieb übernimmt aber deutlich mehr, und wer alles in einer Anfrage nennt, bekommt einen Termin statt drei.
- Im Haus: Steckdosen, Schalter und Leuchten, Herd, Kochfeld und Durchlauferhitzer anschließen, Sicherungskasten, FI-Schalter und Überspannungsschutz.
- Sanierung und Neubau: Elektrik im Altbau erneuern, Leitungen verlegen, Netzwerkdosen, Sprechanlage, Rauchmelder, Umrüstung auf LED.
- Energie: Wallbox, Netzanschluss einer Solaranlage, elektrische Heizungen und der Stromanschluss einer Wärmepumpe.
- Was ein anderes Gewerk macht: Solarmodule plant und montiert der Photovoltaik-Betrieb, die Wärmepumpe selbst der Heizungsbauer, den Wasseranschluss am Durchlauferhitzer der Sanitärinstallateur, Schlitze verputzen der Verputzer und neue Wände der Trockenbauer.
Was typische Arbeiten kosten, findest Du weiter oben im Preis-Überblick. Planst Du eine Sanierung, frag Elektriker und Maler zusammen an, dann sind die Schlitze zu, bevor gestrichen wird.
Kurz gefasst: Angebot, Anlage, Eintragung
Drei Dinge entscheiden, ob Dein Elektroauftrag im Budget bleibt. Das erste ist ein Angebot, das Steckdosen, Stromkreise und Leitungswege nennt und Anfahrt, Stemmarbeiten, Material und Prüfung als eigene Posten führt. Das zweite ist der Zustand der Anlage: Ein alter Sicherungskasten ohne Platz und Schutzleiter macht aus einer kleinen Arbeit schnell eine größere.
Das dritte ist der richtige Betrieb, eingetragen in der Handwerksrolle und im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers. Auf anyhelpnow fragst Du geprüfte Elektrofachbetriebe in Deiner Nähe kostenlos und unverbindlich an und legst die Angebote nebeneinander.
Diese Seite wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Häufig gestellte Fragen
Elektrofachbetriebe berechnen je nach Region rund 46 bis 92 € pro Stunde, netto. Abgeleitet ist das aus dem Lohn im Elektrohandwerk laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit: In Ostdeutschland liegt er niedriger, in Stuttgart, Köln und München am höchsten. Dazu kommen meist 20 bis 50 € Anfahrt und das Material. Nachts, am Wochenende und an Feiertagen gelten Zuschläge (Stand 10/2026).
Eine neue Unterverteilung kostet als Richtwert rund 1.000 bis 1.800 € für eine Wohnung und rund 1.500 bis 2.800 € für ein Einfamilienhaus, jeweils mit Montage. Den Ausschlag geben die Zahl der Stromkreise, FI-Schalter und Überspannungsschutz. Muss auch der Zählerschrank neu, wird es deutlich teurer, weil dann die Anschlussregeln des Netzbetreibers gelten und er beteiligt ist. Lass Dir beides getrennt anbieten.
Im Alltag meinen beide Wörter dasselbe: jemanden, der die Elektrik im Haus installiert und repariert. Elektroinstallateur war bis 2003 der Name des Ausbildungsberufs, heute heißt er Elektroniker oder Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik. Wichtiger als der Titel ist, dass der Betrieb in der Handwerksrolle und im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
Ein Leuchtmittel wechseln oder ein Gerät einstecken ist Alltag. Sobald es an die feste Installation geht, also an Dosen, Leitungen oder den Sicherungskasten, gehört die Arbeit in die Hand eines Fachbetriebs. An der Anlage hinter dem Hausanschluss darf außer dem Netzbetreiber nur ein Unternehmen arbeiten, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers steht. Das schützt Dich und alle, die im Haus wohnen.
Beim E-Check prüft ein Fachbetrieb Deine Elektroanlage: Sichtprüfung, Messungen an Stromkreisen und FI-Schaltern, dazu ein Protokoll. Für Privathaushalte ist er keine Pflicht, für Betriebe schreibt die DGUV Vorschrift 3 regelmäßige Prüfungen vor. Sinnvoll ist er vor einem Hauskauf, nach einem Wasserschaden oder bei einer alten Anlage. Als Richtwert kostet er rund 120 bis 250 €.
Laut ADAC kostet eine 11-kW-Wallbox im Einfamilienhaus grob 1.200 bis 3.500 € mit Gerät und Installation. Das Gerät liegt meist zwischen 300 und 2.000 €, die Montage zwischen 500 und 3.000 €. Günstig wird es mit modernem Zählerschrank und kurzem Kabelweg, teuer mit Erdarbeiten zum Carport oder einem neuen Zählerschrank. In Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern liegen die Kosten meist höher (Stand 06/2026).
Ja. Jede Wallbox wird vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber gemeldet, die Meldung ist kostenlos und übernimmt meist der Fachbetrieb. Hat sie mehr als 12 kVA, also bei 22 kW, braucht sie vorher die Zustimmung des Netzbetreibers. Neue Wallboxen müssen steuerbar sein: Bei drohender Überlastung darf der Netzbetreiber die Leistung zeitweise auf 4,2 kW drosseln, dafür zahlst Du ein ermäßigtes Netzentgelt.
Ein Einsatz nachts, am Wochenende oder an Feiertagen kostet deutlich mehr als ein normaler Termin. Üblich sind Zuschläge von 50 bis 150 % auf den Stundensatz, dazu die Anfahrt. Frag am Telefon nach Zuschlag, Anfahrt und Mindestzeit, bevor jemand losfährt. Was nicht gefährlich ist, etwa eine einzelne ausgefallene Steckdose, kann meist bis zum nächsten Werktag warten.
Riecht es verschmort, siehst Du Funken oder ist eine Dose heiß, schalte den Stromkreis am Sicherungskasten ab, wenn Du gefahrlos herankommst, und fass nichts Beschädigtes an. Bei Rauch oder Feuer ruf die 112. Fällt nur bei Dir der Strom aus, prüf zuerst Sicherungen und FI-Schalter. Ist die ganze Straße dunkel, hilft die Störungsnummer Deines Netzbetreibers, nicht der Elektriker.
Ja, als Handwerkerleistung im eigenen Haushalt, auch als Mieter. Für 2026 senken 20 % der Arbeits- und Fahrtkosten Deine Einkommensteuer, höchstens 1.200 € im Jahr. Voraussetzung ist eine Rechnung, auf der Arbeit und Material getrennt stehen, und eine Überweisung aufs Konto des Betriebs, Barzahlung zählt nicht. Die Bundesregierung plant, den Satz ab 2027 zu senken. Prüf deshalb vor größeren Aufträgen den aktuellen Stand.
Nicht zwingend. Eine alte Anlage hat Bestandsschutz, solange sie sicher funktioniert und niemand an ihr etwas ändert. Warnzeichen sind Schraubsicherungen aus Porzellan, fehlende FI-Schalter, zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter und Sicherungen, die oft auslösen. Wird umgebaut oder erweitert, führt der Betrieb den neuen Teil nach heutigem Stand aus. Eine Komplettsanierung im Bestand liegt als Richtwert bei rund 80 bis 140 € pro m².
Ein FI-Schalter, korrekt Fehlerstromschutzschalter, trennt den Strom in Sekundenbruchteilen, wenn Strom über einen Menschen abfließt. Für neue Steckdosenstromkreise in Wohnungen ist er seit 2009 Pflicht, in Bädern schon seit den Achtzigern. Ältere Anlagen ohne FI haben Bestandsschutz, nachrüsten lohnt sich trotzdem. Voraussetzung sind Platz im Sicherungskasten und Leitungen mit Schutzleiter.
Rauchwarnmelder sind in allen Bundesländern in Wohnungen Pflicht, meist in Schlafräumen, Kinderzimmern und den Fluren dorthin. Einbauen muss sie in der Regel der Eigentümer. Wer sie prüft und die Batterie tauscht, regelt jedes Land selbst, oft die Bewohner. Batteriegeräte kannst Du selbst an die Decke schrauben, funkvernetzte oder fest angeschlossene Melder installiert ein Elektrofachbetrieb.
Ein vergleichbares Angebot nennt die Arbeiten Posten für Posten: wie viele Steckdosen, Schalter und Stromkreise, welche Leitungswege, unter oder auf Putz. Anfahrt, Stemm- und Putzarbeiten, Material und die Prüfung mit Protokoll stehen als eigene Zeilen da. Fehlt etwas davon, frag nach. Bei Arbeiten am Zählerschrank sollte drinstehen, wer die Abstimmung mit dem Netzbetreiber übernimmt.
Achte auf drei Dinge: die Eintragung in der Handwerksrolle, die Eintragung im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers und einen Termin vor Ort oder Fotos, bevor ein Preis genannt wird. Bewertungen anderer Kundinnen und Kunden zeigen, wer pünktlich kommt und sauber arbeitet. Hol zwei bis drei Angebote ein.
Den Netzanschluss einer Photovoltaikanlage nimmt ein Elektrofachbetrieb aus dem Installateurverzeichnis vor, er meldet die Anlage auch beim Netzbetreiber an. Planung und Montage der Module übernimmt oft ein Photovoltaik-Betrieb. Ein Balkonkraftwerk bis 800 Watt Wechselrichterleistung darfst Du dagegen selbst einstecken. Es muss nur im Marktstammdatenregister eingetragen werden.
Eine vorhandene Steckdose oder einen Schalter zu tauschen kostet als Richtwert rund 40 bis 80 € mit Material. Eine neue Steckdose unter Putz, für die eine Leitung verlegt und ein Schlitz gestemmt wird, liegt bei rund 100 bis 180 €. Dazu kommt die Anfahrt. Mehrere Dosen in einem Termin sind pro Stück deutlich günstiger als einzelne Besuche.
Ein neuer Sicherungskasten ist oft an einem Tag eingebaut. Eine Altbauwohnung neu zu verkabeln dauert je nach Größe meist ein bis zwei Wochen, ein Einfamilienhaus zwei bis vier Wochen, verteilt auf Leitungen verlegen und Fertigmontage. Dazwischen liegen Putz- und Malerarbeiten. Plan bei einer Sanierung den Elektriker deshalb vor Maler und Bodenleger ein.