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Terrasse abdichten Kosten: 45 bis 110 Euro pro m² im Überblick

Terrasse abdichten Kosten: 45 bis 110 Euro pro m² im Überblick

24.11.2025

Lesezeit 8 Minuten

Zusammenfassung

Die Kosten der Terrassenabdichtung nach Material und Fläche, der teure Sonderfall Terrasse über beheiztem Wohnraum, Sanierungskosten im Bestand inklusive Rückbau sowie die Ausführung Schritt für Schritt mit den Verarbeitungsfenstern der einzelnen Systeme.

Zusammenfassung

Die Kosten der Terrassenabdichtung nach Material und Fläche, der teure Sonderfall Terrasse über beheiztem Wohnraum, Sanierungskosten im Bestand inklusive Rückbau sowie die Ausführung Schritt für Schritt mit den Verarbeitungsfenstern der einzelnen Systeme.

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Eine Terrasse abzudichten kostet zwischen 45 und 110 Euro pro Quadratmeter, wenn ein Fachbetrieb die Arbeit übernimmt. Für eine übliche Terrasse mit 25 Quadratmetern landest Du damit bei etwa 1.150 bis 2.750 Euro.

Die Spanne ist groß, und das hat einen Grund: Ob die Terrasse ebenerdig liegt oder über beheiztem Wohnraum, entscheidet stärker über den Preis als das gewählte Material. Über Wohnraum kommen Dampfsperre, Wärmedämmung und deutlich strengere Ausführungsanforderungen dazu, und die Kosten verdoppeln sich schnell.

Dieser Ratgeber zeigt Dir zuerst die Preise nach Material und Fläche, danach den Sonderfall über Wohnraum, die Kosten einer Sanierung im Bestand und schließlich die Ausführung Schritt für Schritt.

Terrassenabdichtung Kosten und Preise pro m² nach Material

Material Material pro m² Arbeit pro m² Gesamt pro m² Lebensdauer
Bitumen-Schweißbahn 18 bis 30 € 15 bis 25 € 33 bis 55 € 20 bis 25 Jahre
Polyurethan-Beschichtung 22 bis 35 € 15 bis 25 € 37 bis 60 € 15 bis 20 Jahre
PMMA-Flüssigkunststoff 28 bis 45 € 18 bis 30 € 46 bis 75 € 20 bis 25 Jahre
EPDM-Folie 30 bis 50 € 20 bis 32 € 50 bis 82 € 25 bis 30 Jahre
Dichtschlämme unter Fliesen 8 bis 15 € 12 bis 20 € 20 bis 35 € 15 bis 20 Jahre

Diese Terrassenabdichtung Preise gelten für die reine Abdichtungsschicht. Grundierung, Armierungsgewebe und Anschlussprofile kommen dazu, dazu später mehr.

Kosten nach Terrassengröße

Fläche Bitumen Flüssigkunststoff EPDM
10 m² 500 bis 800 € 650 bis 1.000 € 700 bis 1.100 €
15 m² 700 bis 1.100 € 900 bis 1.400 € 950 bis 1.500 €
25 m² 1.100 bis 1.700 € 1.400 bis 2.200 € 1.500 bis 2.400 €
40 m² 1.700 bis 2.600 € 2.200 bis 3.400 € 2.400 bis 3.700 €
60 m² 2.400 bis 3.700 € 3.100 bis 4.800 € 3.400 bis 5.200 €

Bei kleinen Flächen unter 15 Quadratmetern steigt der Quadratmeterpreis, weil Anfahrt, Rüstzeit und Materialgebinde unabhängig von der Fläche anfallen. Viele Betriebe haben eine Mindestpauschale von 600 bis 900 Euro.

Terrassenabdichtung Flüssigkunststoff: Preise im Detail

Flüssigkunststoff ist das meistgewählte System, weil es nahtlos ist und sich um jede Ecke und jede Durchdringung legt. Zwei Produktgruppen dominieren den Markt.

Position PMMA Polyurethan
Abdichtungsmaterial 28 bis 45 € pro m² 22 bis 35 € pro m²
Grundierung 4 bis 8 € pro m² 4 bis 7 € pro m²
Armierungsvlies 3 bis 6 € pro m² 3 bis 6 € pro m²
Anschlussprofile und Dichtbänder 6 bis 12 € pro lfm 6 bis 12 € pro lfm
Verarbeitung durch den Fachbetrieb 18 bis 30 € pro m² 15 bis 25 € pro m²
Aushärtung erste Schicht 3 bis 6 Stunden 12 bis 24 Stunden
Regenfreie Zeit danach 48 Stunden 72 Stunden

PMMA härtet deutlich schneller aus. Das ist der praktische Vorteil: Du brauchst nur zwei bis drei trockene Tage statt vier. Dafür kostet das Material rund 25 Prozent mehr und riecht während der Verarbeitung stark.

Polyurethan ist günstiger, reagiert aber empfindlich auf Luftfeuchtigkeit. Über etwa 75 Prozent relativer Feuchte bilden sich Blasen im Material, die später zu Schwachstellen werden. Bei feuchtem Wetter oder in Küstennähe ist PMMA deshalb die sicherere Wahl.

In Eigenleistung liegen die Materialkosten für 25 Quadratmeter bei etwa 900 bis 1.600 Euro, dazu 100 bis 300 Euro Werkzeug, sofern nicht vorhanden.

Dachterrasse abdichten: Kosten und Aufpreis gegenüber ebenerdig

Eine Dachterrasse kostet mehr als eine ebenerdige Terrasse, weil mehrere Faktoren zusammenkommen.

Zusatzposition Kosten
Innenliegende Abläufe abdichten 150 bis 400 € je Ablauf
Durchdringungen für Leitungen und Antennen 60 bis 180 € je Stück
Attika- und Wandanschluss 25 bis 45 € pro lfm
Wurzelfeste Ausführung bei Begrünung Aufschlag 8 bis 15 € pro m²
Gerüst oder Materialtransport nach oben 200 bis 600 € pauschal
Trennlage und Stelzlager unter dem Belag 15 bis 30 € pro m²

Für 25 Quadratmeter Dachterrasse liegst Du damit realistisch bei 2.000 bis 3.500 Euro, bei aufwendigen Anschlüssen auch darüber.

Die häufigsten Schwachstellen sind die Abläufe. Innenliegende Abläufe brauchen mehrlagige Manschetten, in die die Abdichtung eingeklebt oder eingeschweißt wird. Ein Laubfang gehört obendrauf, sonst verstopft der Ablauf und das Wasser steht.

Terrasse über Wohnraum abdichten: der teuerste Fall

Wenn unter der Terrasse ein beheizter Raum liegt, gelten andere Regeln. Hier geht es nicht mehr nur um Abdichtung, sondern um einen kompletten Dachaufbau nach DIN 18531. Feuchtigkeit, die hier durchkommt, landet direkt in der Wohnung oder in der Dämmung.

Der Schichtaufbau

Schicht Funktion Kosten pro m²
Gefälleestrich oder Gefälledämmung Wasserableitung, mindestens 2 % 25 bis 50 €
Dampfsperre verhindert Feuchte aus dem Raum darunter 8 bis 18 €
Wärmedämmung, druckfest Wärmeschutz nach GEG 35 bis 70 €
Trennlage schützt die Abdichtung 4 bis 8 €
Abdichtung eigentliche Wasserführung 33 bis 82 €
Schutzlage schützt vor mechanischer Beschädigung 5 bis 12 €
Belag auf Stelzlagern oder Splittbett Nutzschicht 40 bis 120 €
Gesamt 150 bis 360 €

Für 25 Quadratmeter über Wohnraum bedeutet das 3.750 bis 9.000 Euro. Das ist ein Vielfaches der ebenerdigen Variante, und es gibt dabei wenig Spielraum, weil die Schichten bauphysikalisch aufeinander abgestimmt sein müssen.

Warum Eigenleistung hier nicht ratsam ist

Drei Gründe. Erstens die Bauphysik: Fehlt die Dampfsperre oder sitzt sie an der falschen Stelle, kondensiert Feuchtigkeit innerhalb der Dämmung. Das merkst Du erst nach Jahren, wenn die Dämmung durchnässt ist und ausgetauscht werden muss.

Zweitens die Anschlusshöhe. Die Abdichtung muss an aufgehenden Bauteilen mindestens 15 Zentimeter über die Oberkante des fertigen Belags geführt werden. Bei Türschwellen sind unter bestimmten Bedingungen 5 Zentimeter zulässig, dann aber nur mit zusätzlicher Entwässerungsrinne davor. Diese Details entscheiden über Dichtheit oder Wasserschaden.

Drittens die Gewährleistung. Bei einem Schaden am darunterliegenden Wohnraum reden wir über Estrich, Dämmung, Deckenputz und im schlimmsten Fall Schimmelsanierung. Ohne Handwerkergewährleistung trägst Du das allein.

Woran Du einen Feuchteschaden erkennst

  • Flecken an der Decke des Raums unter der Terrasse: meist zuerst in Ecken und an Wandanschlüssen
  • Abplatzender Putz oder Salzausblühungen: Feuchtigkeit transportiert Salze aus dem Beton an die Oberfläche
  • Muffiger Geruch: deutet auf Feuchtigkeit in der Dämmebene hin
  • Lose oder hohl klingende Platten auf der Terrasse: Wasser hat den Belag unterwandert
  • Stehendes Wasser nach Regen: Gefälle oder Ablauf funktionieren nicht

Wenn Du eines dieser Zeichen siehst, warte nicht bis zum nächsten Frühjahr. Frost sprengt durchfeuchtete Bauteile auf, und aus einem lokalen Problem wird eine Komplettsanierung.

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Terrasse sanieren und abdichten: Kosten im Bestand

Bei einer Sanierung kommt zur eigentlichen Abdichtung der Rückbau dazu. Diese Positionen fehlen in Erstangeboten häufig.

Position Kosten
Alten Belag aufnehmen 12 bis 25 € pro m²
Alte Abdichtung entfernen 10 bis 22 € pro m²
Entsorgung, Container 200 bis 500 € pauschal
Untergrund instandsetzen, Risse schließen 8 bis 25 € pro m²
Gefälle nachbessern mit Ausgleichsestrich 25 bis 50 € pro m²
Neue Abdichtung 33 bis 82 € pro m²
Neuer Belag 40 bis 120 € pro m²

Eine komplette Sanierung von 25 Quadratmetern liegt damit bei 3.000 bis 6.500 Euro. Der größte Unsicherheitsfaktor ist der Zustand des Untergrunds, den man erst nach dem Rückbau sieht. Lass Dir deshalb einen Vorbehalt für die Untergrundinstandsetzung ins Angebot schreiben, statt hinterher über Nachträge zu streiten.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Ein Ausgleichsestrich für die Gefällekorrektur muss vor dem Abdichten mindestens 28 Tage aushärten. Wer diesen Schritt braucht, plant also nicht eine Woche, sondern zwei Monate.

Wenn ohnehin saniert wird, lohnt der Blick auf angrenzende Bauteile. Balkone am selben Gebäude haben meist denselben Zustand, und ein gemeinsamer Auftrag spart Anfahrt und Rüstzeit. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber zur Balkonsanierung.

Was ist die beste Terrassenabdichtung?

Es gibt kein System, das in allen Fällen gewinnt. Die Wahl hängt von Geometrie, Untergrund und Nutzung ab.

Deine Situation Empfehlung Warum
Große, rechteckige Fläche ohne Aufbauten Bitumen-Schweißbahn günstigstes System, bewährt, schnell verlegt
Viele Ecken, Stufen, Durchdringungen PMMA-Flüssigkunststoff nahtlos, formt sich um jedes Detail
Dachterrasse mit starker Sonne EPDM-Folie höchste UV-Beständigkeit, längste Lebensdauer
Kleiner Balkon oder Loggia Polyurethan gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf kleiner Fläche
Fliesenbelag direkt im Verbund Dichtschlämme dafür konzipiert, günstig, unter dem Fliesenkleber
Begrünte Dachterrasse EPDM oder wurzelfeste Bitumenbahn Durchwurzelungsschutz erforderlich
Terrasse über Wohnraum PMMA oder EPDM im Systemaufbau Gewährleistung und Systemzulassung entscheidend

Wer nur einen Faktor betrachten will: Bei komplizierter Geometrie gewinnt Flüssigkunststoff, bei großer glatter Fläche gewinnt Bitumen, bei maximaler Lebensdauer gewinnt EPDM.

Die Rechnung über 20 Jahre

Ein günstiges System, das nach acht Jahren erneuert werden muss, ist am Ende teurer. Ein Beispiel für 25 Quadratmeter:

Eine einfache Beschichtung für 900 Euro, die zweimal erneuert werden muss, kostet über 24 Jahre 2.700 Euro plus zweimal die Unannehmlichkeit einer Baustelle. Ein EPDM-System für 1.900 Euro hält dieselbe Zeit ohne Erneuerung. Pro Jahr gerechnet sind das 112 gegenüber 79 Euro.

Wichtiger als die reinen Zahlen: Jede Erneuerung bedeutet erneut Rückbau, Entsorgung und Risiko. Wer die Terrasse ohnehin für zwanzig Jahre nutzen will, sollte nicht am Material sparen.

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Anleitung: Terrasse abdichten Schritt für Schritt

Schritt 1: Untergrund prüfen und vorbereiten

Der Untergrund entscheidet über den Erfolg. Prüfe auf Risse, lose Betonteile und Ausbrüche. Alles, was sich lösen lässt, muss weg und mit Reparaturmörtel geschlossen werden.

Danach gründlich reinigen. Ein Hochdruckreiniger mit maximal 150 bar reicht, bei empfindlichen Oberflächen genügt eine Stahlbürste. Öl- und Fettreste müssen vollständig entfernt sein, sonst haftet die Grundierung nicht.

Schritt 2: Gefälle kontrollieren

Mindestens 2 Prozent Gefälle sind vorgeschrieben, also 2 Zentimeter pro Meter. Prüfe mit einer langen Wasserwaage in mehreren Richtungen und markiere Senken. Wo Wasser stehen bleibt, altert die Abdichtung schneller und Verschmutzungen fressen sich fest.

Reicht das Gefälle nicht, brauchst Du einen Ausgleichsestrich mit eingebautem Gefälle. Der muss vor dem Weiterarbeiten 28 Tage aushärten.

Schritt 3: Restfeuchte messen

Bei Beton darf die Restfeuchte maximal 4 Prozent betragen, gemessen mit einem CM-Gerät. Auf feuchtem Untergrund haftet keine Abdichtung dauerhaft. Nach einer Reinigung mit Wasser brauchst Du je nach Witterung zwei bis fünf Trocknungstage.

Schritt 4: Grundieren

Die Grundierung stellt die Haftung zwischen Untergrund und Abdichtung her. Bei stark saugenden Untergründen wie Porenbeton grundierst Du zweimal: erste Schicht auftragen, zwei bis vier Stunden antrocknen lassen, zweite Schicht auftragen. Vor der Abdichtung muss die Grundierung vollständig durchgetrocknet sein.

Schritt 5: Details zuerst abdichten

Ecken, Kanten, Wandanschlüsse und Abläufe kommen vor der Fläche dran. In die frische Abdichtungsmasse wird Armierungsvlies eingebettet, das mindestens 10 Zentimeter über die kritische Stelle hinausragt. An Wandanschlüssen wird die Abdichtung mindestens 15 Zentimeter hochgezogen, mit Hohlkehle im Übergang.

Schritt 6: Erste Flächenschicht auftragen

In Bahnen von maximal 50 Zentimetern Breite arbeiten, damit die Masse nicht anzieht, bevor Du sie verteilt hast. Zielschichtdicke 1,5 bis 2 Millimeter. Gleichmäßig ausrollen, keine Pfützen stehen lassen.

Schritt 7: Zweite Schicht kreuzweise

Nach vollständiger Durchhärtung der ersten Schicht folgt die zweite, quer zur ersten aufgetragen. So werden Fehlstellen sicher überdeckt. Gesamtschichtdicke bei Flüssigkunststoff 2,5 bis 3,5 Millimeter.

Schritt 8: Dichtheit prüfen und Belag aufbauen

Vor dem Belag lohnt eine Flutprüfung: Abläufe verschließen, Fläche fluten, 24 Stunden stehen lassen und den Raum darunter kontrollieren. Danach kommen Trennlage und Belag. Auf Stelzlagern achte darauf, dass die Auflagepunkte die Last verteilen und keine Punktbelastung entsteht.

Wetter: der Faktor, an dem die meisten Abdichtungen scheitern

Alle Abdichtungssysteme haben Verarbeitungsfenster, die in den Herstellerdatenblättern stehen. Wer sie überschreitet, bekommt keine Fehlermeldung, sondern ein Material, das scheinbar funktioniert und nach zwei Jahren undicht wird.

Parameter PMMA Polyurethan EPDM Bitumen
Verarbeitungstemperatur 10 bis 25 °C 15 bis 30 °C 5 bis 35 °C 10 bis 30 °C
Maximale Luftfeuchte 85 % 75 % 95 % 85 %
Aushärtung erste Schicht 3 bis 6 Std 12 bis 24 Std entfällt sofort belastbar
Regenfreie Zeit danach 48 Std 72 Std 24 Std 24 Std

Die wichtigste Regel steht in keinem Datenblatt so deutlich: Die Oberflächentemperatur des Untergrunds muss mindestens 3 Grad über dem Taupunkt liegen. Sonst kondensiert unsichtbare Feuchtigkeit auf der Oberfläche, und die Haftung leidet. Das passiert typischerweise früh morgens und abends, auch an sonnigen Tagen.

Wann Du arbeiten solltest

Zeitraum Eignung Typische Probleme
Januar und Februar ungeeignet Frost, dauerhaft hohe Luftfeuchte
März und April bedingt geeignet wechselhaft, kalte Nächte
Mai und Juni sehr gut geeignet kaum Einschränkungen
Juli und August gut geeignet Hitze über 30 Grad, plötzliche Gewitter
September und Oktober sehr gut geeignet kürzere Tage, Taubildung morgens
November und Dezember ungeeignet Nässe, Temperaturen unter 5 Grad

Mai bis Juni und September bis Oktober sind die stabilsten Fenster. Plane mindestens zwei Puffertage ein und behalte die Vorhersage über fünf Tage im Blick. Bei einem unerwarteten Wetterumschwung schützt eine gespannte Plane die frische Schicht, sofern sie nicht aufliegt.

Wann sich der Fachbetrieb lohnt

Eine ebenerdige Terrasse mit einfacher Geometrie kannst Du selbst abdichten, wenn Du sorgfältig arbeitest und das Wetter mitspielt. In diesen Fällen solltest Du vergeben:

  • Terrasse über beheiztem Wohnraum: Bauphysik und Gewährleistung wiegen schwerer als die Ersparnis.
  • Dachterrasse mit innenliegenden Abläufen: Die Anschlüsse sind die Schwachstelle, und Fehler zeigen sich erst nach Jahren.
  • Bestehender Feuchteschaden: Ohne Ursachenklärung dichtest Du das Problem ein statt es zu lösen.
  • Türschwellenanschluss: Der Anschluss unter die Schwelle ist der häufigste Ort für Wassereintritt ins Gebäude.

Über anyhelpnow findest Du Dachdecker mit Erfahrung in der Bauwerksabdichtung, die nach DIN 18531 arbeiten und Gewährleistung geben. Für die Untergrundvorbereitung und Spachtelarbeiten vermittelt die Plattform außerdem Maler und Lackierer.

Nach der Abdichtung: Wartung

Eine Abdichtung hält nur so lange, wie das Wasser abfließen kann. Zweimal im Jahr, am besten im Frühjahr und im Spätherbst:

  • Abläufe und Laubfänge reinigen: Ein verstopfter Ablauf staut Wasser auf der Abdichtung.
  • Anschlüsse kontrollieren: Wandanschlüsse und Türschwellen auf Risse prüfen.
  • Fugen im Belag prüfen: Offene Fugen lassen mehr Wasser durch, das die Abdichtung dauerhaft belastet.
  • Bewuchs entfernen: Moos und Algen halten Feuchtigkeit und beschleunigen die Alterung.

Wie Du den Belag dabei schonend reinigst, ohne die darunterliegende Abdichtung zu beschädigen, steht im Ratgeber zum Terrasse reinigen und pflegen.

Häufige Fragen zur Terrassenabdichtung

Was kostet es, eine Terrasse abdichten zu lassen?

Zwischen 45 und 110 Euro pro Quadratmeter inklusive Material und Arbeit. Eine Terrasse mit 25 Quadratmetern kostet damit rund 1.150 bis 2.750 Euro. Liegt sie über beheiztem Wohnraum, steigen die Kosten auf 150 bis 360 Euro pro Quadratmeter.

Was kostet die Abdichtung mit Flüssigkunststoff?

PMMA kostet 28 bis 45 Euro pro Quadratmeter Material, Polyurethan 22 bis 35 Euro. Dazu kommen Grundierung mit 4 bis 8 Euro, Armierungsvlies mit 3 bis 6 Euro und die Verarbeitung mit 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Was kostet es, eine Dachterrasse abzudichten?

Für 25 Quadratmeter liegen die Kosten bei 2.000 bis 3.500 Euro. Der Aufschlag gegenüber einer ebenerdigen Terrasse entsteht durch innenliegende Abläufe mit 150 bis 400 Euro je Stück, Durchdringungen und den Attikaanschluss.

Was kostet es, eine Terrasse zu sanieren und neu abzudichten?

Eine komplette Sanierung von 25 Quadratmetern kostet 3.000 bis 6.500 Euro. Darin enthalten sind Rückbau des alten Belags, Entfernung der alten Abdichtung, Entsorgung, Untergrundinstandsetzung, neue Abdichtung und neuer Belag.

Was ist die beste Terrassenabdichtung?

Das hängt vom Anwendungsfall ab. Bei komplizierter Geometrie mit vielen Anschlüssen ist Flüssigkunststoff die beste Wahl, bei großen glatten Flächen Bitumen, bei maximaler Lebensdauer und starker Sonneneinstrahlung EPDM-Folie.

Wie dichte ich eine Terrasse über Wohnraum ab?

Hier braucht es einen kompletten Dachaufbau nach DIN 18531: Gefälleebene, Dampfsperre, druckfeste Wärmedämmung, Trennlage, Abdichtung, Schutzlage und Belag. Die Kosten liegen bei 150 bis 360 Euro pro Quadratmeter. Diese Arbeit gehört wegen der Bauphysik und der Gewährleistung in Fachhände.

Kann ich meine Terrasse selbst abdichten?

Bei einer ebenerdigen Terrasse mit einfacher Geometrie ja, sofern Untergrund, Gefälle und Wetter passen. Über beheiztem Wohnraum, bei Dachterrassen mit innenliegenden Abläufen und bei bestehenden Feuchteschäden solltest Du vergeben.

Wann ist die beste Zeit zum Abdichten?

Mai bis Juni und September bis Oktober. Die Temperaturen liegen im Verarbeitungsfenster aller Systeme, die Luftfeuchte ist moderat und stabile Wetterlagen sind häufiger. Vermeide November bis Februar sowie Hitzeperioden über 30 Grad.

Wie lange hält eine Terrassenabdichtung?

EPDM-Folien erreichen 25 bis 30 Jahre, PMMA-Flüssigkunststoff und Bitumenbahnen 20 bis 25 Jahre, Polyurethan-Beschichtungen 15 bis 20 Jahre. Voraussetzung ist die fachgerechte Ausführung und regelmäßige Kontrolle der Abläufe.

Was passiert, wenn es während der Arbeiten regnet?

Frisch aufgetragener Flüssigkunststoff wird durch Regen zerstört und muss vollständig entfernt werden. Nach der Angelierung, bei PMMA nach etwa sechs bis zwölf Stunden, übersteht die Schicht leichten Nieselregen. Plane deshalb immer 48 bis 72 Stunden regenfreie Zeit ein.

Fazit

Die Preisspanne von 45 bis 110 Euro pro Quadratmeter sagt für sich genommen wenig. Entscheidend ist die Frage, was unter der Terrasse liegt. Über Erdreich ist die Abdichtung ein überschaubares Projekt, über beheiztem Wohnraum ein Dachaufbau mit entsprechendem Preis und Risiko.

Drei Dinge solltest Du vor der Beauftragung klären: Reicht das Gefälle oder braucht es einen Ausgleichsestrich, sind Rückbau und Entsorgung im Angebot enthalten, und welches Verarbeitungsfenster verlangt das gewählte Material. Wer diese drei Punkte im Angebot beantwortet bekommt, vergleicht tatsächlich Vergleichbares.

Terrasse abdichten Kosten: 45 bis 110 Euro pro m² im Überblick

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