Zusammenfassung
Kleingewerbetreibende umfassend über steuerliche Optimierungsmöglichkeiten aufklären, Freibeträge erläutern und praktische Strategien zur Steuerlastsenkung vermitteln.
Zusammenfassung
Kleingewerbetreibende umfassend über steuerliche Optimierungsmöglichkeiten aufklären, Freibeträge erläutern und praktische Strategien zur Steuerlastsenkung vermitteln.
Stell Dir vor: Es ist kurz vor der Abgabefrist für die Steuererklärung, und Du sitzt vor einem Berg von Belegen, Formularen und offenen Fragen. Dein Magen verknotet sich, weil Du Dir nicht sicher bist, ob Du alle Freibeträge optimal genutzt hast oder ob Dir Fehler unterlaufen sind, die später zu Nachforderungen führen könnten. Dieses Szenario erleben Jahr für Jahr tausende Kleingewerbetreibende in Deutschland – und es muss nicht sein.
Die Wahrheit ist: Die Unsicherheit bei der Kleingewerbe Steuer belastet Dich nicht nur finanziell, sondern vor allem psychologisch. Diese ständige Sorge, etwas falsch zu machen, raubt Dir Energie, die Du eigentlich in Dein Geschäft investieren könntest. Doch hier kommt die gute Nachricht: Mit systematischem Verständnis verwandelt sich das steuerliche Chaos in überschaubare Strukturen, die Dir nicht nur Geld sparen, sondern auch Selbstvertrauen und Ruhe zurückgeben.
In diesem Leitfaden erhältst Du nicht nur trockene Fakten zur Kleingewerbe Steuer, sondern ein praxisnahes System, das Dich vom gestressten Unternehmer zum souveränen Steuerzahler macht. Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du 2026 Deine steuerlichen Pflichten erfüllst, dabei clever sparst und endlich wieder ruhig schlafen kannst.
Grundlagen der Kleingewerbe Steuer verstehen
Ein Kleingewerbe liegt aus steuerlicher Sicht vor, wenn Du eine selbstständige gewerbliche Tätigkeit ausübst, die keinen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordert. Der entscheidende Unterschied zu größeren Unternehmen: Du bist nicht verpflichtet, Dich ins Handelsregister eintragen zu lassen und kannst mit einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung arbeiten statt mit doppelter Buchführung.
Was viele nicht wissen: Die Bezeichnung "Kleingewerbe" bezieht sich nicht automatisch auf die Kleinunternehmerregelung bei der Umsatzsteuer – das sind zwei unterschiedliche Konzepte, die oft verwechselt werden. Bei der Kleingewerbe Steuer geht es um Deine grundsätzliche Organisationsform, während die Kleinunternehmerregelung eine steuerliche Wahlmöglichkeit bei der Umsatzsteuer darstellt.
Die psychologische Komponente der Steuerbewältigung
Hier ist eine Erkenntnis, die in klassischen Steuerratgebern fehlt: Die größte Hürde bei der Kleingewerbe Steuer ist nicht die fachliche Komplexität, sondern die emotionale Belastung durch Unsicherheit. Studien zeigen, dass Selbstständige durchschnittlich zehn Stunden pro Monat mit Sorgen über ihre Steuerangelegenheiten verbringen – Zeit, die deutlich produktiver genutzt werden könnte.
Systematisches Wissen über die Kleingewerbe Steuer schafft nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch mentale Freiheit. Wenn Du genau weißt, was wann zu tun ist, verschwindet der lähmende Stress, der so viele Kleinunternehmer belastet. Ähnlich wie beim Leben in den Griff bekommen geht es darum, durch Struktur und Verständnis Kontrolle zurückzugewinnen.
Die Kleinunternehmerregelung strategisch nutzen
Die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG ist vermutlich die wichtigste steuerliche Entscheidung, die Du als Kleingewerbetreibender treffen musst. Sie befreit Dich von der Umsatzsteuerpflicht, wenn Dein Umsatz im Vorjahr 22.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen wird.
Klingt simpel? Ist es aber nicht. Die Entscheidung für oder gegen die Kleinunternehmerregelung Steuer hat weitreichende Konsequenzen für Deine Liquidität, Deine Wettbewerbsfähigkeit und Deinen administrativen Aufwand. Hier kommt wieder die psychologische Komponente ins Spiel: Viele Kleingewerbetreibende wählen die Regelung rein intuitiv, ohne die langfristigen Implikationen zu durchdenken.
Wann macht die Kleinunternehmerregelung Sinn?
Die Kleinunternehmerregelung lohnt sich besonders, wenn Du hauptsächlich Endkunden bedienst, die keine Vorsteuerabzugsberechtigung haben. Typische Beispiele: Friseure, Fotografen, Trainer oder Handwerker im Privatkundengeschäft. Hier schaffst Du Dir durch die Mehrwertsteuerfreiheit einen echten Preisvorteil gegenüber der Konkurrenz – oder alternativ eine höhere Gewinnmarge bei gleichen Preisen.
Verzichte lieber auf die Kleinunternehmerregelung, wenn Du viele Geschäftskunden hast, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, oder wenn Du hohe Investitionen tätigst und die Vorsteuer aus Anschaffungen zurückholen möchtest. Ein klassisches Beispiel: Du kaufst für 5.000 Euro eine professionelle Fotoausrüstung – als Regelunternehmer bekommst Du 833 Euro Vorsteuer vom Finanzamt zurück.
Die Entscheidung zur Kleinunternehmerregelung Steuer bindet Dich für fünf Jahre. Du kannst nicht jedes Jahr neu entscheiden. Deshalb ist es wichtig, strategisch zu planen und nicht nur auf das aktuelle Jahr zu schauen, sondern auch Deine mittelfristige Geschäftsentwicklung einzubeziehen.
Freibeträge systematisch für Deine Kleingewerbe Steuer nutzen
Freibeträge sind wie versteckte Geldspeicher, die nur darauf warten, von Dir entdeckt zu werden. Viele Kleingewerbetreibende verschenken Jahr für Jahr tausende Euro, weil sie diese Möglichkeiten nicht kennen oder nicht optimal nutzen.
Der Grundfreibetrag: Deine steuerfreie Basis
Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 11.604 Euro für Alleinstehende und 23.208 Euro für Verheiratete. Das bedeutet: Bis zu diesem Betrag zahlst Du keine Einkommensteuer. Wichtig zu verstehen: Der Kleingewerbe Freibetrag bezieht sich auf Dein gesamtes zu versteuerndes Einkommen, nicht nur auf die Gewinne aus Deinem Gewerbe.
Praktisch bedeutet das: Wenn Du nebenberuflich ein Kleingewerbe betreibst und zusätzlich ein Angestelltengehalt hast, werden beide Einkünfte zusammengerechnet. Liegt die Summe unter dem Grundfreibetrag, zahlst Du keine Einkommensteuer – allerdings sind Deine Angestellteneinkünfte meist bereits versteuert, sodass Du hier eine Erstattung beim Lohnsteuerausgleich erhalten könntest.
Der Gewerbesteuerfreibetrag: 24.500 Euro steuerfrei
Hier kommt eine besonders erfreuliche Nachricht: Bei der Gewerbesteuer gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro. Das bedeutet, dass Du bis zu diesem Gewinn keine Gewerbesteuer zahlen musst. Erst ab einem Gewinn von 24.501 Euro wird Gewerbesteuer fällig – und auch dann nur auf den Betrag, der den Freibetrag übersteigt.
Rechenbeispiel: Bei einem Gewinn von 30.000 Euro werden lediglich 5.500 Euro (30.000 - 24.500) mit Gewerbesteuer belegt. Bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 400 Prozent und einem Grundsteuersatz von 3,5 Prozent zahlst Du etwa 770 Euro Gewerbesteuer. Ohne den Freibetrag wären es 4.200 Euro – eine Ersparnis von 3.430 Euro!
Diese systematische Nutzung von Freibeträgen schafft nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch psychologische Sicherheit. Du weißt genau, wo Du stehst und kannst entspannt planen, ähnlich wie bei der digitalen Transformation für Unternehmen, wo klare Strukturen den Erfolg ermöglichen.
Betriebsausgaben strategisch absetzen und dokumentieren
Betriebsausgaben sind Dein stärkster Hebel, um die Steuerlast bei der Kleingewerbe Steuer zu senken. Jeder Euro, den Du als Betriebsausgabe geltend machst, reduziert Deinen steuerpflichtigen Gewinn und damit Deine Steuerlast. Doch hier scheitern viele Kleingewerbetreibende an zwei Punkten: Sie wissen nicht, was alles absetzbar ist, und sie dokumentieren ihre Ausgaben nicht systematisch.
Die wichtigsten absetzbaren Betriebsausgaben
Büromaterial und Arbeitsmittel: Alles, was Du für Deine berufliche Tätigkeit benötigst, kannst Du absetzen. Dazu gehören Computer, Software, Büromöbel, Fachliteratur und Verbrauchsmaterialien. Bei Anschaffungen über 800 Euro netto (bis 2023: 410 Euro) musst Du die Kosten über die Nutzungsdauer abschreiben, statt sie sofort komplett abzusetzen.
Fahrtkosten: Hier hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du setzt die tatsächlichen Kosten Deines Firmenwagens ab (Benzin, Versicherung, Reparaturen) oder Du nutzt die Pauschale von 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer für geschäftliche Fahrten. Bei einem Privatfahrzeug, das Du auch beruflich nutzt, kannst Du die Kosten anteilig absetzen.
Homeoffice-Pauschale: Seit 2023 kannst Du pauschal 6 Euro pro Tag für bis zu 210 Tage im Jahr (maximal 1.260 Euro jährlich) absetzen, wenn Du von zu Hause arbeitest – auch ohne separates Arbeitszimmer. Hast Du ein separates, ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer, kannst Du alternativ die tatsächlichen Kosten (anteilige Miete, Strom, Internet) absetzen.
Fortbildungen und Weiterbildung: Alle Kosten für berufsbezogene Fortbildungen sind vollständig absetzbar – inklusive Seminargebühren, Fahrtkosten, Übernachtung und Verpflegung. Investitionen in Deine Kompetenz zahlen sich also doppelt aus.
Telekommunikation: Telefon- und Internetkosten kannst Du anteilig absetzen. Bei gemischter privater und beruflicher Nutzung ohne Einzelverbindungsnachweis akzeptiert das Finanzamt meist eine Aufteilung von 20 Prozent beruflich zu 80 Prozent privat – oder Du weist einen höheren Anteil mit Einzelnachweisen nach.
Das System der Belegaufbewahrung
Hier kommt der Punkt, an dem viele scheitern: Ohne systematische Dokumentation sind alle Betriebsausgaben wertlos. Das Finanzamt akzeptiert nur Ausgaben, die Du auch belegen kannst. Und hier wird es psychologisch interessant: Eine chaotische Belegverwaltung erzeugt permanenten Stress, weil Du nie sicher sein kannst, alle Belege parat zu haben.
Dein einfaches Belegsystem für die Kleingewerbe Steuererklärung:
Soforterfassung: Fotografiere Belege direkt mit Deinem Smartphone und speichere sie in einer Cloud-App wie Google Drive oder Dropbox. Ordne sie nach Monaten in digitalen Ordnern.
Monatliche Sortierung: Nimm Dir jeden Monat 30 Minuten Zeit, um alle Belege zu kategorisieren: Büromaterial, Fahrtkosten, Werbung, Fortbildung etc.
Digitale Buchhaltungstools: Programme wie Lexoffice, sevDesk oder WISO MeinBüro vereinfachen die Verwaltung erheblich. Du fotografierst den Beleg, die Software erkennt automatisch Betrag und Kategorie.
GoBD-konforme Archivierung: Bewahre alle Belege mindestens zehn Jahre auf – digital oder in Papierform. Bei digitaler Aufbewahrung müssen die Belege jederzeit lesbar und unveränderbar sein.
Diese systematische Dokumentation reduziert nicht nur Dein Steuerrisiko, sondern auch den Stresspegel erheblich. Ähnlich wie bei erfolgreichen Veränderungsprozessen liegt der Schlüssel in klaren Strukturen und Routinen.
Die Kleingewerbe Steuererklärung meistern
Die Steuererklärung ist für viele Kleingewerbetreibende der jährliche Höhepunkt des Steuerstresses. Doch mit dem richtigen System verliert sie ihren Schrecken. Die Kleingewerbe Steuererklärung besteht im Kern aus zwei Komponenten: der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und der Anlage G zur Einkommensteuererklärung.
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) verstehen
Die EÜR ist deutlich einfacher als eine Bilanz: Du listest einfach alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben auf und berechnest die Differenz. Diese Differenz ist Dein Gewinn, der dann versteuert wird. Wichtig: Bei der EÜR gilt das Zu- und Abflussprinzip – entscheidend ist, wann das Geld tatsächlich auf Deinem Konto eingegangen ist, nicht wann die Rechnung gestellt wurde.
Die EÜR-Struktur im Überblick:
Betriebseinnahmen (alle Umsätze)
./. Betriebsausgaben (alle absetzbaren Kosten)
= Gewinn/Verlust
Die EÜR muss seit 2017 elektronisch über ELSTER übermittelt werden. Das klingt komplizierter als es ist: Moderne Buchhaltungsprogramme erstellen die EÜR automatisch und übermitteln sie direkt ans Finanzamt.
Anlage G: Dein gewerblicher Gewinn in der Einkommensteuererklärung
Die Anlage G überträgst Du den Gewinn aus Deiner EÜR in Deine persönliche Einkommensteuererklärung. Hier werden auch Deine privaten Einkünfte berücksichtigt – etwa aus nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung. Die Summe aller Einkünfte ergibt dann Dein zu versteuerndes Einkommen.
Wichtige Fristen für die Kleingewerbe Steuer:
31. Juli: Abgabefrist ohne Steuerberater für das Vorjahr
28. Februar (verlängert): Abgabefrist mit Steuerberater
Quartalsweise: Vorauszahlungen für Einkommensteuer (falls angefordert)
15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November: Umsatzsteuer-Voranmeldung (bei monatlicher oder vierteljährlicher Pflicht)
Software-Empfehlungen für Deine Steuererklärung
Die gute Nachricht: Du musst die Kleingewerbe Steuererklärung nicht händisch ausfüllen. Moderne Software macht den Prozess deutlich einfacher und reduziert Fehlerquellen:
Für die laufende Buchhaltung:
Lexoffice: Intuitive Bedienung, automatische Belegerfassung, ELSTER-Anbindung
sevDesk: Umfangreich, mit Zeiterfassung und Projektverwaltung
WISO MeinBüro: Stark für Rechnungserstellung und Kundenverwaltung
Für die Steuererklärung:
WISO Steuer: Der Klassiker, führt Dich Schritt für Schritt durch die Steuererklärung
Taxfix: Besonders einfach, per App bedienbar
SteuerGo: Günstig und webbasiert
Diese Tools nehmen Dir nicht nur Arbeit ab, sondern geben Dir auch Sicherheit: Sie prüfen Deine Eingaben auf Plausibilität und weisen Dich auf mögliche Fehler oder vergessene Abzugsmöglichkeiten hin.
Häufig gestellte Fragen zur Kleingewerbe Steuer
Wann muss ich Kleingewerbe Steuer zahlen?
Die Steuerpflicht beginnt mit der Gewerbeanmeldung. Du musst Einkommensteuer auf Deinen Gewinn zahlen, sobald Dein gesamtes zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag von 11.604 Euro (2026) übersteigt. Gewerbesteuer wird erst ab einem Gewinn von über 24.500 Euro fällig. Bei der Kleingewerbe Umsatzsteuer kommt es darauf an, ob Du die Kleinunternehmerregelung nutzt – dann fällt keine Umsatzsteuer an. Übersteigst Du die Umsatzgrenze von 22.000 Euro, bist Du umsatzsteuerpflichtig.
Wie hoch ist die Kleingewerbe Steuer?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Höhe von Deinem Gewinn und Deiner persönlichen Steuersituation abhängt. Einkommensteuer: Der Steuersatz steigt progressiv von 0 Prozent (bis Grundfreibetrag) bis maximal 42 Prozent (ab 66.761 Euro zu versteuerndem Einkommen). Gewerbesteuer: Durchschnittlich 14 Prozent auf Gewinne über 24.500 Euro, variiert je nach Hebesatz der Gemeinde. Umsatzsteuer: 19 Prozent Regelsteuersatz bzw. 7 Prozent ermäßigter Satz – entfällt bei Nutzung der Kleinunternehmerregelung.
Kann ich meine Kleingewerbe Steuer selbst machen?
Ja, grundsätzlich kannst Du die Kleingewerbe Steuererklärung selber machen. Mit modernen Steuerprogrammen ist das auch für Laien gut machbar, besonders wenn Dein Kleingewerbe einfach strukturiert ist und Du keine komplexen Geschäftsvorfälle hast. Viele Kleingewerbetreibende erledigen ihre Steuererklärung erfolgreich selbst und sparen dadurch Steuerberaterkosten. Allerdings solltest Du einen Steuerberater hinzuziehen, wenn: Du größere Investitionen planst, Du unsicher bei der Gewinnermittlung bist, Du eine Betriebsprüfung befürchtest oder Du einfach sichergehen möchtest, alle Möglichkeiten optimal zu nutzen.
Welche Ausgaben kann ich bei der Kleingewerbe Steuer absetzen?
Du kannst alle Ausgaben absetzen, die betrieblich veranlasst sind. Dazu gehören: Büromaterial, Arbeitsmittel, beruflich genutzte Fahrzeuge, Homeoffice-Kosten, Werbung und Marketing, Weiterbildungen, Versicherungen (Berufshaftpflicht, Rechtsschutz), Telefon und Internet, Miete für Geschäftsräume, Abschreibungen auf Anlagegüter, Zinsen für Geschäftskredite, Steuerberatungskosten. Wichtig: Alle Ausgaben müssen durch Belege nachweisbar sein. Bei gemischt genutzten Gegenständen (privat und beruflich) kannst Du den beruflichen Anteil absetzen.
Wie spare ich bei der Kleingewerbe Steuer am meisten?
Die größten Sparpotenziale liegen in: Systematischer Belegerfassung – erfasse alle Betriebsausgaben konsequent. Viele verschenken Geld, weil sie Ausgaben nicht dokumentieren. Optimale Nutzung der Kleinunternehmerregelung – prüfe genau, ob sie für Dich vorteilhaft ist. Investitionen zeitlich planen – größere Anschaffungen am Jahresende können den Gewinn im laufenden Jahr senken. Abschreibungsmöglichkeiten nutzen – bei Geringwertigen Wirtschaftsgütern (bis 800 Euro) kannst Du sofort abschreiben. Private Altersvorsorge – Beiträge zur Basis-Rente (Rürup) sind steuerlich absetzbar. Professionelle Beratung – ein Steuerberater kostet Geld, spart Dir aber oft deutlich mehr durch optimale Gestaltung.
Muss ich Umsatzsteuer als Kleingewerbe zahlen?
Das kommt darauf an. Wenn Du die Kleinunternehmerregelung nutzt, bist Du von der Kleingewerbe Umsatzsteuer befreit. Voraussetzung: Dein Umsatz lag im Vorjahr unter 22.000 Euro und wird im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen. Ohne Kleinunternehmerregelung musst Du Umsatzsteuer auf Deine Rechnungen ausweisen und ans Finanzamt abführen – kannst im Gegenzug aber die Vorsteuer aus Deinen Einkäufen geltend machen. Diese Entscheidung solltest Du strategisch treffen, denn sie bindet Dich für fünf Jahre.
Strategische Planung für langfristigen Erfolg
Die besten Steuerstrategien nutzen nichts, wenn Du sie nicht konsequent umsetzt. Hier kommt wieder die psychologische Komponente ins Spiel: Viele Kleingewerbetreibende scheitern nicht an mangelndem Wissen, sondern an fehlenden Routinen. Du brauchst ein System, das so einfach ist, dass Du es auch in stressigen Zeiten durchhältst.
Dein persönlicher Steuer-Jahresplan
Januar: Sammle alle Unterlagen für die Steuererklärung des Vorjahres. Erstelle Deine EÜR und prüfe Deine Gewinnentwicklung.
Februar-März: Reiche Deine Kleingewerbe Steuererklärung ein. Nutze die Zeit für eine Steuerplanung fürs laufende Jahr.
April-Juni: Überprüfe Deine Vorauszahlungen. Passen sie noch zu Deiner aktuellen Geschäftsentwicklung?
Juli-September: Halbzeitbilanz – wo stehst Du gewinnmäßig? Eventuell Investitionen vorziehen oder verschieben?
Oktober-Dezember: Jahresendspurt – nutze noch absetzbare Ausgaben, optimiere Deine Gewinnlage für das Steuerjahr.
Diese Routinen reduzieren Stress und schaffen Kontrolle, ähnlich wie bei erfolgreichen Recruiting-Prozessen, wo systematische Strukturen den Erfolg sichern.
Professionelle Unterstützung für Deine Kleingewerbe Steuer
Auch mit dem besten Leitfaden gibt es Situationen, in denen professionelle Hilfe sinnvoll oder sogar notwendig ist. Ein guter Steuerberater kostet zwar Geld, spart Dir aber oft ein Vielfaches durch optimale Gestaltung und verhindert teure Fehler. Besonders in folgenden Situationen lohnt sich professionelle Beratung: bei komplexen Geschäftsmodellen, geplanten größeren Investitionen, internationalen Geschäftsbeziehungen oder wenn Du einfach sichergehen willst, alle Möglichkeiten optimal zu nutzen.
Mit anyhelpnow findest Du qualifizierte Steuerberater, die auf Kleingewerbetreibende spezialisiert sind. Von der laufenden Buchhaltungsbetreuung über die Optimierung Deiner Steuerstruktur bis zur Vertretung bei Betriebsprüfungen – professionelle Unterstützung gibt Dir die Sicherheit, die Du brauchst, um Dich voll auf Dein Kerngeschäft zu konzentrieren.
Für Deine laufende Büroadministration kannst Du ebenfalls Unterstützung finden. Virtuelle Assistenten oder Teilzeit-Buchhaltungskräfte übernehmen die Belegerfassung und monatliche Buchführung, sodass Du mehr Zeit für Dein eigentliches Geschäft hast.
Auch beim Aufbau Deiner digitalen Präsenz als Kleingewerbetreibender unterstützen Dich Profis – denn mehr Sichtbarkeit bedeutet mehr Umsatz und bessere Planungssicherheit auch bei steuerlichen Themen.
Fazit: Von Steuerstress zu Steuerfrieden
Die Kleingewerbe Steuer muss kein Stressthema sein. Mit systematischem Verständnis der Grundlagen, kluger Nutzung von Freibeträgen und Kleinunternehmerregelung, konsequenter Dokumentation Deiner Betriebsausgaben und einem einfachen Jahresplan verwandelst Du steuerliches Chaos in überschaubare Routinen.
Der Schlüssel liegt nicht darin, alles perfekt zu machen, sondern ein System zu entwickeln, das zu Dir und Deinem Geschäft passt. Beginne klein: Richte heute Dein digitales Belegsystem ein, informiere Dich über die Kleinunternehmerregelung und plane feste monatliche Zeiten für Deine Buchhaltung ein.
Denk daran: Jede Stunde, die Du in Dein Steuerverständnis investierst, zahlt sich mehrfach aus – durch niedrigere Steuern, weniger Stress und mehr Selbstvertrauen in Deine unternehmerischen Fähigkeiten. Die Kleingewerbe Steuer ist nicht Dein Gegner, sondern ein Werkzeug, das Du meistern kannst.
Mit den richtigen Strategien, Tools und gegebenenfalls professioneller Unterstützung schaffst Du die Grundlage für langfristigen geschäftlichen Erfolg – ohne ständigen Steuerstress im Hinterkopf. Dein organisiertes, steueroptimiertes Kleingewerbe wartet auf Dich. Der erste Schritt beginnt heute.