Elektriker in München: Preise kennen, Fachbetriebe vergleichen
Du brauchst eine neue Steckdose, einen sicheren Sicherungskasten oder eine Wallbox? Hier siehst Du, was Elektriker in München pro Stunde verlangen, was typische Arbeiten als Festpreis kosten und woran Du einen eingetragenen Fachbetrieb erkennst. Beschreib kurz Dein Vorhaben und erhalte kostenlos unverbindliche Angebote.
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Was kostet ein Elektriker in München?
- Marktüblich: ca. 62–86 €/Std. netto für einen Elektrofachbetrieb – im Großraum München liegen die Löhne im Elektrohandwerk über dem Bundesschnitt. Dazu kommen meist Anfahrt und Material; was typische Arbeiten als Festpreis kosten, steht in der Tabelle unten.
In der Großstadt arbeitet der Elektriker oft in einer Mietwohnung im Mehrfamilienhaus. Der Zählerschrank steht dann im Keller, und alles, was Zähler, Hauptleitung oder Hausanschluss betrifft, läuft über Hausverwaltung und Netzbetreiber. Als Mieterin oder Mieter beauftragst Du, was in Deiner Wohnung liegt, und klärst größere Eingriffe vorher mit dem Vermieter.
Dazu kommt Zeit, die in keinem Stundensatz steht: einen Parkplatz finden, Material in den vierten Stock tragen. Viele Betriebe berechnen deshalb auch für kurze Wege eine Anfahrtspauschale. Ein Festpreis für mehrere Arbeiten an einem Termin rechnet sich hier besonders.
Den Stundensatz für Deine Region findest Du direkt über diesem Abschnitt, Festpreise für typische Arbeiten in der Tabelle darunter.
Geprüfte Elektrofachbetriebe im Umkreis von München: derzeit 5.
Marktrichtwerte: Stundensatz und typische Festpreise
| Leistung | Marktrichtwert | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Stundensatz Elektrofachbetrieb | rund 46–92 € pro Stunde, netto | Region, Meister oder Geselle; Grundlage aller Zeilen darunter |
| Anfahrt | rund 20–50 € pauschal | Entfernung; manche Betriebe rechnen nach Kilometern |
| Steckdose oder Schalter tauschen | rund 40–80 € mit Material | vorhandene Dose, Stückzahl |
| Steckdose neu setzen, unter Putz | rund 100–180 € mit Material | Wand, Leitungsweg, Schlitz |
| Herd oder Induktionskochfeld anschließen | rund 80–180 € | Starkstromdose vorhanden oder nicht |
| Durchlauferhitzer elektrisch anschließen | rund 200–400 € | eigener Stromkreis nötig |
| E-Check von Wohnung oder Haus | rund 120–250 € | Zahl der Stromkreise, Protokoll |
| Sicherungskasten (Unterverteilung) im Einfamilienhaus erneuern | rund 1.500–2.800 € mit Montage | Reihen, FI-Schalter, Überspannungsschutz; Zählerschrank extra |
| Wallbox 11 kW mit Gerät und Installation, Einfamilienhaus | grob 1.200–3.500 € | Kabelweg, Zählerschrank, Gerät |
| Elektrik im Bestand komplett erneuern | rund 80–140 € pro m² | Stemmarbeiten, Zahl der Steckdosen, Unterverteilung |
Marktrichtwerte, Stand 10/2026. Der Stundensatz ist netto und aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit abgeleitet (Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Bezugsjahr 2025), regional gestaffelt.
Die Festpreise sind Richtwerte aus Ratgeber- und Preisportalen inklusive Material. Ob mit oder ohne Mehrwertsteuer, geben die Quellen nicht einheitlich an. Die Wallbox-Spanne stammt aus einer Auswertung des ADAC (06/2026). Einsätze nachts und am Wochenende werden mit Zuschlägen berechnet.
Elektriker-Angebote vergleichen: was drinstehen sollte
Warum kostet dieselbe Steckdose beim einen Betrieb doppelt so viel wie beim anderen? Fast immer, weil die Angebote nicht dieselbe Arbeit beschreiben. Der eine rechnet eine neue Leitung, einen Schlitz und den Platz im Sicherungskasten mit, der andere nur die Dose.
Prüf deshalb, ob drinsteht: Zahl der Dosen und Stromkreise, Leitungswege, unter oder auf Putz, Anfahrt und Material. Nach der Arbeit wird die Anlage geprüft und gemessen, bevor sie in Betrieb geht, und das Ergebnis kommt in ein Prüfprotokoll. Das ist Standard, sollte aber im Angebot erkennbar sein.
Frag auch, wer die Schlitze verputzt und den Dreck mitnimmt. Mit dieser Liste vergleichst Du Leistungen statt Summen.
Altbau, Sicherungskasten, FI-Schalter: was Deine Anlage braucht
Ob eine Anlage erneuert werden sollte, zeigt meist der Sicherungskasten. Schraubsicherungen aus Porzellan, kein FI-Schalter und zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter sind typisch für ältere Häuser. Solche Anlagen haben Bestandsschutz, solange sie sicher funktionieren. Wird erweitert oder umgebaut, führt der Betrieb den neuen Teil nach heutigem Stand aus.
Ein FI-Schalter trennt den Strom, wenn Strom über einen Menschen abfließt. Für neue Steckdosenkreise in Wohnungen ist er seit 2009 Pflicht. Ihn nachzurüsten ist oft die günstigste Verbesserung an einer alten Anlage, wenn im Kasten Platz ist und die Leitungen einen Schutzleiter haben. Fehlt beides, wird daraus schnell eine neue Unterverteilung. Muss auch der Zählerschrank neu, gelten die Anschlussregeln des Netzbetreibers.
Fotografier vor der Anfrage den Sicherungskasten und den Zählerschrank, ohne etwas abzuschrauben. Damit kann der Betrieb einschätzen, ob ein Tausch reicht.
Wallbox installieren lassen: Anmeldung, Zählerschrank, Kosten
In der Stadt steht das Auto oft in einer Tiefgarage oder auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses. Als Wohnungseigentümer hast Du einen Anspruch darauf, dass die Gemeinschaft eine Ladestation gestattet, über das Wie beschließt die Eigentümerversammlung. Als Mieter kannst Du vom Vermieter die Erlaubnis verlangen und trägst die Kosten in der Regel selbst.
In Tiefgaragen kommen lange Leitungen und oft ein Lastmanagement für mehrere Ladepunkte dazu. Der ADAC fand für eine Muster-Tiefgarage Angebote zwischen 1.045 und 5.200 €. Lass Leitungsweg und Lastmanagement deshalb einzeln ausweisen.
Gemeldet wird jede Wallbox beim Netzbetreiber, über 12 kVA braucht sie seine Zustimmung. Neue Geräte müssen steuerbar sein, dafür sinkt das Netzentgelt.
So erkennst Du einen guten Elektriker
Elektrotechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Wer einen Elektrobetrieb führt, ist in der Handwerksrolle eingetragen, in der Regel mit Meisterbrief. Für die Anlage hinter dem Hausanschluss gilt zusätzlich: Außer dem Netzbetreiber darf dort nur ein Unternehmen arbeiten, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers steht. Frag danach, vor allem bei Zählerschrank, Wallbox und neuer Installation.
Beim Termin zeigt sich der Rest. Ein guter Elektriker schaut sich Sicherungskasten und Leitungen an, erklärt, was er vorfindet, und nennt dann einen Preis. Nach der Arbeit misst er nach. Frag nach dem Prüfprotokoll.
Auf anyhelpnow sind die Betriebe geprüft und verifiziert. Sie sind als Gewerbe angemeldet und rechnen mit Rechnung ab, das ist Deine Grundlage für den Anspruch auf Gewährleistung.
Was ein Elektriker übernimmt, und was nicht
Bevor Du anfragst, lohnt ein Blick darauf, was ein Elektrofachbetrieb macht und wo ein anderes Gewerk beginnt. Das spart Dir eine zweite Anfrage.
- Kleine Arbeiten: Steckdosen und Schalter tauschen oder neu setzen, Lampen anschließen, Herd und Durchlauferhitzer anschließen, FI-Schalter nachrüsten.
- Große Arbeiten: neue Unterverteilung, Elektrik im Altbau, Leitungen im Neubau, Netzwerk und Sprechanlage.
- Strom fürs Haus der Zukunft: Wallbox, Anschluss der Solaranlage ans Netz, Stromanschluss für Wärmepumpe und Elektroheizung.
- Nicht sein Gewerk: die Solarmodule montiert der Photovoltaik-Betrieb, die Wärmepumpe der Heizungsbauer, das Wasser am Durchlauferhitzer der Sanitärinstallateur, den Putz über den Schlitzen der Verputzer, Gipskartonwände der Trockenbauer.
Die Festpreise findest Du weiter oben im Preis-Überblick. Nenn in der Anfrage gleich alles, was ansteht, dann bekommst Du ein Angebot mit getrennten Posten und zahlst die Anfahrt nur einmal.
Einsatzgebiet rund um München
Deine Anfrage geht an geprüfte Elektrofachbetriebe im Umkreis von 50 Kilometern um die Postleitzahl 80331 samt Ortsteilen wie Altstadt-Lehel, Maxvorstadt und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt – ebenso in Unterhaching (8,6 km), Gräfelfing (10,6 km), Grünwald (10,8 km), Ottobrunn (11,1 km), Taufkirchen (11,5 km) und Haar (11,9 km). Für eine neue Installation oder eine Wallbox spielt die Entfernung kaum eine Rolle, die Anfahrt verteilt sich auf viele Stunden Arbeit.
Bei kleinen Aufträgen ist das anders. Eine Steckdose tauschen oder eine Lampe anschließen dauert oft keine Stunde, und dann macht die Anfahrt einen spürbaren Teil der Kosten aus. Viele Betriebe legen solche Arbeiten auf Tage, an denen sie ohnehin in der Gegend sind.
Sammle kleine Arbeiten deshalb und nenn sie zusammen: die Außensteckdose, den Herdanschluss, die zweite Lampe im Flur. Dann lohnt sich der Weg auch für einen Betrieb aus dem Nachbarort.
Kurz gefasst: Angebot, Anlage, Eintragung
Kurz zusammengefasst: Ein gutes Elektriker-Angebot nennt Steckdosen, Stromkreise und Leitungswege und führt Anfahrt, Stemmarbeiten, Material und die Prüfung als eigene Posten. Der Stundensatz sagt nur dann etwas, wenn klar ist, wie viele Stunden drinstecken.
Schick vorher Fotos von Sicherungskasten und Zählerschrank und frag nach Handwerksrolle und Installateurverzeichnis. Für München fragst Du geprüfte Elektrofachbetriebe kostenlos und unverbindlich an.
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Häufig gestellte Fragen
Elektrofachbetriebe berechnen je nach Region rund 46 bis 92 € pro Stunde, netto. Abgeleitet ist das aus dem Lohn im Elektrohandwerk laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit: In Ostdeutschland liegt er niedriger, in Stuttgart, Köln und München am höchsten. Dazu kommen meist 20 bis 50 € Anfahrt und das Material. Nachts, am Wochenende und an Feiertagen gelten Zuschläge (Stand 10/2026).
Im Alltag meinen beide Wörter dasselbe: jemanden, der die Elektrik im Haus installiert und repariert. Elektroinstallateur war bis 2003 der Name des Ausbildungsberufs, heute heißt er Elektroniker oder Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik. Wichtiger als der Titel ist, dass der Betrieb in der Handwerksrolle und im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
Ein Einsatz nachts, am Wochenende oder an Feiertagen kostet deutlich mehr als ein normaler Termin. Üblich sind Zuschläge von 50 bis 150 % auf den Stundensatz, dazu die Anfahrt. Frag am Telefon nach Zuschlag, Anfahrt und Mindestzeit, bevor jemand losfährt. Was nicht gefährlich ist, etwa eine einzelne ausgefallene Steckdose, kann meist bis zum nächsten Werktag warten.
Riecht es verschmort, siehst Du Funken oder ist eine Dose heiß, schalte den Stromkreis am Sicherungskasten ab, wenn Du gefahrlos herankommst, und fass nichts Beschädigtes an. Bei Rauch oder Feuer ruf die 112. Fällt nur bei Dir der Strom aus, prüf zuerst Sicherungen und FI-Schalter. Ist die ganze Straße dunkel, hilft die Störungsnummer Deines Netzbetreibers, nicht der Elektriker.
Ja, als Handwerkerleistung im eigenen Haushalt, auch als Mieter. Für 2026 senken 20 % der Arbeits- und Fahrtkosten Deine Einkommensteuer, höchstens 1.200 € im Jahr. Voraussetzung ist eine Rechnung, auf der Arbeit und Material getrennt stehen, und eine Überweisung aufs Konto des Betriebs, Barzahlung zählt nicht. Die Bundesregierung plant, den Satz ab 2027 zu senken. Prüf deshalb vor größeren Aufträgen den aktuellen Stand.
Nicht zwingend. Eine alte Anlage hat Bestandsschutz, solange sie sicher funktioniert und niemand an ihr etwas ändert. Warnzeichen sind Schraubsicherungen aus Porzellan, fehlende FI-Schalter, zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter und Sicherungen, die oft auslösen. Wird umgebaut oder erweitert, führt der Betrieb den neuen Teil nach heutigem Stand aus. Eine Komplettsanierung im Bestand liegt als Richtwert bei rund 80 bis 140 € pro m².
Rauchwarnmelder sind in allen Bundesländern in Wohnungen Pflicht, meist in Schlafräumen, Kinderzimmern und den Fluren dorthin. Einbauen muss sie in der Regel der Eigentümer. Wer sie prüft und die Batterie tauscht, regelt jedes Land selbst, oft die Bewohner. Batteriegeräte kannst Du selbst an die Decke schrauben, funkvernetzte oder fest angeschlossene Melder installiert ein Elektrofachbetrieb.
Achte auf drei Dinge: die Eintragung in der Handwerksrolle, die Eintragung im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers und einen Termin vor Ort oder Fotos, bevor ein Preis genannt wird. Bewertungen anderer Kundinnen und Kunden zeigen, wer pünktlich kommt und sauber arbeitet. Hol zwei bis drei Angebote ein. Geprüfte Elektrofachbetriebe im Umkreis von München: derzeit 5.
Eine vorhandene Steckdose oder einen Schalter zu tauschen kostet als Richtwert rund 40 bis 80 € mit Material. Eine neue Steckdose unter Putz, für die eine Leitung verlegt und ein Schlitz gestemmt wird, liegt bei rund 100 bis 180 €. Dazu kommt die Anfahrt. Mehrere Dosen in einem Termin sind pro Stück deutlich günstiger als einzelne Besuche.